Vor DEL-Finals
Tom Kühnhackl, die Adler Mannheim und die Goldfisch-Taktik

dpa
2017 brachte Tom Kühnhackl den Stanley Cup nach Landshut. Von dieser Erfahrung will er nun auch im DEL-Finale profitieren.

Nationalspieler Tom Kühnhackl will seine Erfahrung von zwei Stanley-Cup-Siegen auch für die anstehende Finalserie der Deutschen Eishockey Liga (DEL) nutzen. „Einen kühlen Kopf und vielleicht auch das Gedächtnis eines Goldfischs“ brauche es, sagte der Stürmer der Adler Mannheim vor der ersten von maximal sieben Partien gegen die Eisbären Berlin an diesem Freitag (19.30 Uhr). Was Kühnhackl damit meint: In der Finalserie geht es Schlag auf Schlag, man müsse die Dinge daher schnell abhaken.
Der Landshuter, Sohn von Eishockey-Idol Erich Kühnhackl, holte 2016 und 2017 mit den Pittsburgh Penguins den Titel in der nordamerikanischen Profiliga NHL und brachte den Stanley Cup damals auch nach Landshut. „Natürlich kommen da noch Bilder in den Kopf“, sagte der 34-Jährige. „Ich bin froh, dass ich Teil von so einem Spektakel sein durfte.“

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Im Halbfinale setzten sich Tom Kühnhackl und die Adler Mannheim gegen den EHC Red Bull München durch.
Er hoffe, dass er mit seiner Erfahrung von damals und seinen sportlichen Qualitäten nun auch den Mannheimern zum Titel verhelfen könne.
Kühnhackl steht seit 2023 in Mannheim unter Vertrag. In der laufenden Saison fiel er zwischenzeitlich lange wegen einer Oberkörperverletzung aus und verpasste deshalb auch die Olympischen Winterspiele in Italien im Februar. Die Adler wurden 2019 zum bislang letzten Mal Meister. In den anstehenden Finals sind die Eisbären, die ihren dritten Titel in Serie einfahren wollen, leicht favorisiert, obwohl sie die schlechtere Hauptrundenplatzierung hatten.
Man dürfe sich gegen die Berliner „wenig bis gar keine Fehler“ erlauben, meinte Kühnhackl. Die Finals seien die härtesten Spiele der Saison, sagte Mannheims Trainer und Manager Dallas Eakins. Man sei „dankbar“ für diese Chance gegen die „unglaublich“ starken Eisbären aus der Hauptstadt.











