Oberliga-Playoffs
Der Traum des Deggendorfer SC platzt in der 73. Minute

Roland Rapppel
Und dann war plötzlich die Finalserie vorbei: Der Deggendorfer SC - hier Julian Elsberger - war nach der Niederlage in Memmingen geknickt.
Der Deggendorfer SC hat sich im Oberligafinale geschlagen geben müssen. Vor 3.700 Zuschauer in der Alpha Cooling-Arena am Hühnerberg unterlag das Team von Casey Fratkin am Freitag in dramatischer Art und Weise mit 5:6 nach Verlängerung.
In Spiel sechs der Finalserie musste der Deggendorfer Übungsleiter weiterhin auf Philipp Wachter und Luca Zitterbart verzichten. Verteidiger Ondrej Pozivil kehrte hingegen in den Kader zurück.
Die Deggendorfer erwischten den besseren Start in die Partie und gingen in der 3. Minute in Führung. Brett Humberstone zog von der blauen Linie ab und der Puck fand den Weg an Freund und Feind vorbei ins Memminger Tor zum 0:1. Doch die Antwort der Indians ließ nicht lange auf sich warten. In der 4. Minute war es Linus Svedlund, der am langen Pfosten das 1:1 markierte. Es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der beide Teams zu Chancen kamen. Der nächste Treffer fiel dann in der 11. Minute, als Sam Verelst im Powerplay zum 2:1 traf. Der DSC blieb allerdings dran und kam noch vor der ersten Pausensirene zurück. Von der blauen Linie war es Niklas Heinzinger, der per Distanzschuss das 2:2 markierte. Damit nicht genug, denn kurz vor Ende legten die Deggendorfer einen weiteren Treffer nach: Jaroslav Hafenrichter schickte Luke Weilandt auf die Reise, der frei stehend auf 2:3 stellte.
Im zweiten Abschnitt blieb es ein Abnutzungskampf, in dem die Deggendorfer in der 31. Minute nachlegten. Marco Baßler traf mit einem präzisen Schuss aus dem Lauf heraus zum 2:4. Dies schien jedoch so etwas wie die Initialzündung für die Indians gewesen zu sein. Nach dem Anschlusstreffer von Tyler Spurgeon in der 34. Minute stellten die Memminger durch Meisinger (37.) und Menner (38.) per Doppelschlag auf 5:4. Doch der DSC steckte nicht auf und kam noch vor der zweiten Pause noch einmal zurück. Im Powerplay war es Petr Stloukal, der nur 30 Sekunden nach der Memminger Führung auf 5:5 stellte.
Im Schlussdrittel waren beide Teams bemüht, den Fokus etwas mehr auf die eigene Defensive zu legen. Diese Taktik ging auf, denn beide Teams hielten das Ergebnis bis zum Ende und es zum dritten Mal an diesem Abend in die Pause ging. Spiel sechs des Finales musste somit in der Verlängerung entschieden werden.
In der Overtime schoss dann Brett Ouderkirk seine Farben in der 74. Minute zum Meistertitel, als er einen Schuss von Connor Blake unhaltbar zum 6:5 abfälschte.
Damit stehen die Schwaben als Oberliga-Meister und Aufsteiger in die DEL2 fest.












