Viele offene Fragen

Banküberfall in Regensburg wird Thema im Bayerischen Landtag

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Die Polizei war mit vielen Kräften vor Ort.

Die Polizei war mit vielen Kräften vor Ort.

Wahl-O-Mat
Von Redaktion idowa

Der tödliche Angriff auf einen Bankmitarbeiter in Regensburg vom 23. Juli soll im Bayerischen Landtag thematisiert werden. Mit einer schriftlichen Anfrage an die Staatsregierung wollen die Grünen-Landtagsabgeordneten Jürgen Mistol (Regensburg) und Florian Siekmann klären, welche Erkenntnisse zum Tatgeschehen und zur Zeit davor vorliegen, teilen diese am Mittwoch mit. 

Der 20-jährige Tatverdächtige hatte die HypoVereinsbank im Regensburger Westen betreten und einen Zettel mit einer Geldforderung vorgelegt. Wenige Sekunden später soll er auf einen 58-jährigen Bankangestellten eingestochen haben, der wenig später seinen Verletzungen erlag. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. Der Tatverdächtige ist vorerst in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht.

„Nach einer Tat wie dieser stellen sich viele Menschen die Frage, ob sie hätte verhindert werden können. Diese Frage lässt sich nur auf Grundlage gesicherter Erkenntnisse beantworten. Deshalb wollen wir den Sachverhalt umfassend aufklären“, sagt Jürgen Mistol. Im Mittelpunkt der Anfrage stehen deshalb insbesondere die Umstände, unter denen sich der Beschuldigte nach Medienberichten bereits am Tag vor der Tat auf einer Regensburger Polizeidienststelle gemeldet und anschließend eine Nacht im polizeilichen Gewahrsam verbracht haben soll. Die Abgeordneten fragen unter anderem, welche Erkenntnisse den Behörden zu diesem Zeitpunkt vorlagen, wie eine mögliche Eigen- oder Fremdgefährdung eingeschätzt wurde und welche Handlungsmöglichkeiten geprüft wurden.

Darüber hinaus soll es um die früheren Kontakte des Beschuldigten mit Polizei, Justiz, Jugendhilfe und weiteren Behörden sowie um einen möglichen behördenübergreifenden Informationsaustausch. Außerdem soll die Staatsregierung darlegen, ob die bestehenden Hilfesysteme und Schutzmechanismen im konkreten Fall gegriffen haben und ob sie nach derzeitigem Stand organisatorischen oder gesetzlichen Änderungsbedarf sieht. „Es geht ausdrücklich nicht darum, vorschnell Schuld bei einzelnen Behörden oder Beschäftigten zu suchen. Uns interessiert, ob die bestehenden Strukturen funktioniert haben und welche Lehren sich aus diesem tragischen Fall ziehen lassen. Wenn Verbesserungsbedarf besteht, müssen wir ihn erkennen und benennen“, sagt Mistol.

Die Anfrage wurde Ende Juli in den Bayerischen Landtag eingebracht. Mit einer Antwort der Staatsregierung sei in den kommenden Wochen zu rechnen.

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