Geldwäsche-Verdacht
Razzia in Niederbayern: Zwei Tatverdächtige in Untersuchungshaft

Mehr als 200 Einsatzkräfte haben am Dienstag in Niederbayern über 25 Wohn- und Geschäftshäuser durchsucht. Es stehen Firmen aus der Baubranche im Verdacht, sagte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums. Sie sollen unter anderem Arbeitsentgelt veruntreut und Geldwäsche betrieben haben. Wie die Polizei am spätern Mittwochnachmittag mitteilt, befinden sich zwei der vorab vier festgenommen Tatverdächtigen nun in verschiedenen JVAs in Untersuchungshaft.
Vom frühen Dienstagmorgen bis zum Mittag wurden mehr als 25 Durchsuchungsbeschlüsse in Wohn- und Geschäftsräumen vollzogen. Diese lägen in den Landkreisen Passau, Landshut, Dingolfing-Landau, Regen und Deggendorf. Weitere Durchsuchungen fanden zudem in Österreich und Rumänien statt, wie aus der Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Niederbayern von Dienstag hervorgeht. Die Beamten beschlagnahmten geschäftsrelevante Unterlagen, elektronische Datenträger sowie Gold- und Silbermünzen im niedrigen sechsstelligen Eurobereich und Bargeld im mittleren fünfstelligen Eurobereich. Außerdem habe die Polizei zur Sicherung einer späteren Einziehungsentscheidung mehrere hochwertige Fahrzeuge gepfändet.
„Durch die Kripo Passau wurden schon seit längerer Zeit umfangreiche Ermittlungen wegen des Verdachts auf verschiedene Wirtschaftsstraftaten geführt“, schilderte die Präsidiumssprecherin am Dienstagmorgen gegenüber der Deutschen Presseagentur. Es soll sich um Verantwortliche der Baubranche handeln, sagte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Niederbayern auf Nachfrage der Mediengruppe Attenkofer. Sie stehen im Verdacht, zoll- und sozialversicherungsrechtliche Vorschriften umgangen zu haben, um unrechtmäßig hohe Geldsummen zu erwirtschaften. Die Erlöse sollen durch zahlreiche, teilweise grenzüberschreitende Transaktionen sowie durch Ein- und Ausfuhren von Bargeld und Gold verschleiert worden sein. Das Präsidium informierte darüber in seiner Pressemitteilung. Um welche Firmen es sich genau handelt, konnte die Sprecherin jedoch wegen des laufenden Verfahrens nicht mitteilen.
Tatverdächtige in Untersuchungshaft
Die Polizei nahm vier deutsche Tatverdächtige im Alter von 28, 29, 33 und 51 Jahren fest. Gegen sie besteht laut Polizeiangaben der dringende Tatverdacht, dass sie Arbeitsentgelt veruntreut und Geldwäsche betrieben haben. Die Festgenommenen wurden am Mittwochvormittag dem Amtsgericht vorgeführt. Die Haftbefehle gegen die 51- und 28-jährigen Tatverdächtigen wurden aufrechterhalten und Untersuchungshaft angeordnet.
Die beiden Männer wurden in verschiedene JVAs eingeliefert. Die Haftbefehle gegen die beiden anderen Männer setzte der Ermittlungsrichter gegen Auflagen außer Vollzug. Eingebunden in die Ermittlunegn und den Einsatz seien auch die Staatsanwaltschaft, das Finanzamt und das Hauptzollamt in Landshut gewesen.












