Nach elf Jahren Pause

Traditionsfest am Schachtenhaus feiert gelungenes Comeback

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Sternwanderung mit Nationalparkleiterin Ursula Schuster

Sternwanderung mit Nationalparkleiterin Ursula Schuster

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Von Redaktion Viechtach

Dass das Schachtenhaus in der Gemeinde Lindberg ein Sehnsuchtsort vieler ist, wurde am vergangenen Sonntag deutlich. Die Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald und die Sektion Lindberg-Falkenstein des Bayerischen Wald-Vereins hatten nach elf Jahren wieder ein Schachtenhausfest auf die Beine gestellt - und dieser Einladung sind über 600 Wanderer und Radfahrer gefolgt.

Bei bewölktem Himmel und 20 Grad starteten sechs Wanderungen, unter anderem geführt von Nationalparkleiterin Ursula Schuster, sowie zwei Radtouren, beispielsweise mit Frauenaus Bürgermeister Fritz Schreder, hinauf zum Schachtenhaus.

Erinnerung an ein Urgestein des Wald-Vereins

Oben angekommen, sorgte der Wald-Verein mit Schmankerl für das leibliche Wohl der Gäste. Für die fröhliche Musik waren die „Schachtenhaus Musi“, der „Riesberg-Viergsang“ um Michael Graßl, die tschechische Dudelsack-Kombo „Veselá Dudácká Muzika z Katovic“ und die „Kircha-Höh-Musi“ aus Lindberg zuständig. Der Trachtenverein Lindberg zeigte bei Tanzaufführungen sein Können und das Umweltbildungs-Team des Nationalparks kümmerte sich um das Programm für Kinder.

Der Trachtenverein Lindberg sorgte mit seinen Tanzaufführungen für eine mitreißende Darbietung und begeisterte das Publikum. Foto: Julia Reihofer/Nationalpark Bayerischer Wald
Der Trachtenverein Lindberg sorgte mit seinen Tanzaufführungen für eine mitreißende Darbietung und begeisterte das Publikum. Foto: Julia Reihofer/Nationalpark Bayerischer Wald
Der Trachtenverein Lindberg sorgte mit seinen Tanzaufführungen für eine mitreißende Darbietung und begeisterte das Publikum. Foto: Julia Reihofer/Nationalpark Bayerischer Wald
Die tschechische Dudelsack-Kombo „Veselá Dudácká Muzika z Katovic“
Die tschechische Dudelsack-Kombo „Veselá Dudácká Muzika z Katovic“
Die tschechische Dudelsack-Kombo „Veselá Dudácká Muzika z Katovic“

Ursula Schuster war vom großen Ansturm überwältigt. „Es freut mich sehr, dass wir diese Tradition nach dem letzten Fest im Jahr 2015 wieder aufleben lassen können.“ Vergessen hätte der Nationalpark in dieser Zeit die ehemaligen Waldweiden nicht, ganz im Gegenteil. Mittlerweile sei es bekannt, dass eine rund zehnköpfige Herde des Roten Höhenviehs die Sommermonate in den Hochlagen verbringt und abwechselnd auf dem Hoch-, Ruckowitz- und Albrechtschachten grast. „Neben den tierischen Helfern unterstützen uns beim Freihalten der Schachten auch viele Helferinnen und Helfern, denen der Erhalt der Waldweiden genauso am Herzen liegt wie uns“, so Schuster. Deshalb finde einmal im Herbst der Schachtenpflegetag statt.

In diesen Zusammenhang erinnerte Schuster an „einen, der heute sicherlich gerne bei uns gewesen wäre“. Gemeint war Günther Hannes, der Ehrenvorsitzende des Wald-Vereins, der am 13. Juli im Alter von 76 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben ist. „Als Wald-Vereins-Urgestein ist ihm eine offene und ehrliche Zusammenarbeit mit dem Nationalpark immer am Herzen gelegen. Mit seiner positiven und herzlichen Art hat er es immer geschafft, Menschen zusammenzubringen und gemeinsam für den Schutz der Natur zu begeistern.“ Abschließend gab es von der Nationalparkleiterin noch Dankesworte. Dem konnte sich Franz Winter, auch im Namen von Sebastian Gruber, dem Präsident des Bayerischen Wald-Vereins, nur anschließen. „Ich bin überwältigt, wie viele den Weg herauf zu uns gefunden haben.“ Die Schachten und das Schachtenhaus lägen dem Wald-Verein am Herzen. „Für viele ist das der Ruheort überhaupt.“ Von Zeit zu Zeit soll es aber erlaubt sein, diese Stille zu durchbrechen, sagte Eugen Stadler, der Zweite Bürgermeister der Gemeinde Lindberg. Das Besondere dabei sei nicht nur der Aufenthalt am Haus selbst, sondern bereits der Weg dorthin. „Mit jedem Meter, den man nach oben gelangt, lässt man das Leben im Tal zurück.“

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