Feuer im Dachstuhl
Gebäude der Mutter-Kind-Wohngruppe in Straubing in Brand geraten
Am Freitagnachmittag war die Freiwillige Feuerwehr in der Perkamer Straße, direkt neben der Geiselhöringer Straße, im Einsatz. 93 Einsatzkräfte kümmerten sich vor Ort um einen Brand im Dachstuhl der Mutter-Kind-Wohngruppe vom Haus für das Leben.
Gegen 13 Uhr wurde laut Stadtbrandrat Stephan Bachl eine starke Rauchentwicklung gemeldet. Die Freiwillige Feuerwehr rückte mit mehreren Einsatzfahrzeugen an und versuchte, mit zwei Drehleitern von der Nord- und Südseite, den Brand zu löschen. Parallel wurden die Dachziegel entfernt und versucht, Löcher in das Dach zu schlagen, um so von außen zu den Brandherden zu gelangen.
„Das Problem ist, dass auf der Südseite des Dachs eine Heißwasseranlage verbaut ist, die wir händisch runterreißen müssen“, sagte Bachl. Der Dachstuhl sei ebenfalls nur circa 1,20 Meter hoch, so dass die Einsatzkräfte entsprechendes Material nicht auf den Rücken schnallen konnten. „Problematisch war, dass wir lange nicht richtig zu den Brandherden gekommen sind“, erklärte Bachl. Gegen 15.30 Uhr waren immer noch leichte Flammen beziehungsweise Rauch zu sehen, laut Bachl hatte man aber zu der Zeit den Brand schon im Griff und konnte mit Abrissarbeiten des Daches beginnen. Das Feuer griff nicht auf benachbarte Gebäude über.
Neben den Löschzügen der Feuerwehr, Polizei und Notärzten war ebenfalls die UG-ÖEL, also die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung vor Ort. Die Geiselhöringer Straße war während der Dauer des Einsatzes vom Kreisverkehr beim Westpark bis zur B8 komplett gesperrt, Stand 17 Uhr ist sie noch immer nicht befahrbar.
Alle Bewohner konnten rechtzeitig evakuiert und versorgt werden. Verletzte gab es laut erster Einschätzung des Stadtbrandrats nicht: „Wenn wir ohne Verletzte davonkommen, hatten wir eine Menge Glück.“ Das Gebäude ist bis auf Weiteres nicht mehr bewohnbar. Laut Bachl sind die Bewohner bei Verwandten oder Bekannten untergekommen.
Nach derzeitigem Stand gibt es laut Polizei keine Hinweise auf eine Brandlegung. Die Ermittler gehen aktuell von einem technischen Defekt im Dachbereich aus. Nach aktuellen Schätzungen beläuft sich der entstandene Sachschaden auf etwa 200.000 Euro.


























