Produktion gestoppt

Unbefristeter Streik bei Mahle in Neustadt gestartet

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Beschäftigte des Autozulieferers Mahle versammelten sich zum Streik vor dem Werk.

Beschäftigte des Autozulieferers Mahle versammelten sich zum Streik vor dem Werk.

Von Redaktion idowa, und dpa

Beim Autozulieferer Mahle in Neustadt an der Donau im Landkreis Kelheim hat am Dienstag um 14.15 Uhr ein unbefristeter Streik mit einer großen Auftaktkundgebung begonnen. Mehr als 400 Beschäftigte sowie Unterstützer versammelten sich vor den Werkstoren und errichteten Streikposten. Die Produktion sei vollständig zum Erliegen gekommen, teilte die Gewerkschaft IG Metall Bayern mit. 

Mit dem Arbeitskampf senden die Beschäftigten ein klares und unübersehbares Signal an die Unternehmensführung, die das Werk im ersten Halbjahr 2027 schließen. Die Produktion von Klimaanlagen für Autos aller Antriebsarten für die Kunden BMW, Porsche, Volvo und Jaguar Land Rover soll in die Slowakei verlagert werden. Laut IG Metall ist das Werk aber profitabel. Die Beschäftigten seien entschlossen, mit aller Kraft für ihre Arbeitsplätze und den Erhalt des Standorts zu kämpfen.

An der Auftaktveranstaltung nahmen mehr als 400 Beschäftigte und Unterstützer teil.
An der Auftaktveranstaltung nahmen mehr als 400 Beschäftigte und Unterstützer teil.
An der Auftaktveranstaltung nahmen mehr als 400 Beschäftigte und Unterstützer teil.
 Der Streik ist eine Reaktion auf die angekündigte Schließung des Standorts im ersten Halbjahr 2027.
 Der Streik ist eine Reaktion auf die angekündigte Schließung des Standorts im ersten Halbjahr 2027.
 Der Streik ist eine Reaktion auf die angekündigte Schließung des Standorts im ersten Halbjahr 2027.

„Die Beschäftigten werden den Betrieb so lange stilllegen, bis sich das Unternehmen endlich bewegt“, erklärt Rico Irmischer, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Regensburg. „Die Verantwortung für diese Eskalation trägt allein das Management, das seit Wochen ernsthafte Verhandlungen über eine Zukunftsperspektive für den Standort ins Leere laufen lässt.“ Die IG Metall fordert laut Mitteilung für die über 400 Beschäftigten am Standort Neustadt einen Zukunftstarifvertrag, der Perspektiven sichert, oder einen Sozialtarifvertrag. In einer Urabstimmung hatten sich Ende vergangener Woche 98,4 Prozent der IG-Metall-Mitglieder für einen unbefristeten Streik ausgesprochen. Bereits zuvor hatten mehrere Warnstreiks und ein 24-Stunden-Streik gezeigt, wie hoch die Entschlossenheit der Belegschaft ist.

Das Unternehmen verteidigt die angekündigte Werksschließung mit auslaufenden Kundenaufträgen, der schlechten Autokonjunktur und gestiegenem Kostendruck durch asiatische Wettbewerber in Europa. „Das macht einen wirtschaftlichen Weiterbetrieb unmöglich“, hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens am 12. Mai. 

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