Viele umgestürzte Bäume
Heftiges Unwetter hält Einsatzkräfte in Ostbayern in Atem

FFW Moosburg
Auch die Freiwillige Feuerwehr Moosburg hatte zahlreiche Einsätze im Stadtgebiet zu bewältigen.



Am Freitagabend und in der Nacht auf Samstag hat ein Unwetter für zahlreiche Einsätze im Osten Bayerns gesorgt. In Kröning (Landkreis Landshut) erlitt eine 26-Jährige einen Stromschlag an einem Zaun. Ein Polizeisprecher sagte, dass ein entwurzelter Baum auf eine Hochspannungsleitung gestürzt sei. Anschließend sei der Baum umgefallen und drückte die Hochspannungsleitung gegen die Dachrinne eines Hühnerstalles sowie gegen einen Gartenzaun. Eine 26-jährige Anwohnerin griff mit ihrer Hand an den Metallzaun und erlitt hierdurch einen leichten Stromschlag. Sie kam ins Krankenhaus.
Eine lange Nacht lag auch hinter den Einsatzkräften der Feuerwehr Niederaichbach (Landkreis Landshut). Sie mussten mehrfach umgestürzte Bäume von den Straßen entfernen. Das größte Schadensbild habe sich auf der Kreisstraße LA 14 zwischen Niederaichbach und Goldern gezeigt, teilt die Feuerwehr mit. Dort seien nach ersten Schätzungen etwa 40 bis 50 Bäume auf die Fahrbahn gestürzt. Eine Beseitigung allein mit Motorsägen und Mannschaftsstärke sei aufgrund des Umfangs und der Gefahrenlage nicht mehr möglich gewesen. Die Kreisstraße wurde deshalb vollständig für den Straßenverkehr gesperrt. Die weitere Räumung soll am Samstag durch einen Forstwirt mit entsprechendem schwerem Gerät erfolgen.
In Bruckberg (Landkreis Landshut) soll der Maibaum durch das Unwetter so stark beschädigt worden sein, dass die Freiwillige Feuerwehr Bruckberg diesen umsägen musste. Dramatische Szenen spielten sich indes am Rastplatz Wörth an der A92 ab. Mehrere Bäume sollen hier auf einen geparkten Lastwagen gefallen sein. Die Freiwillige Feuerwehr Wörth entfernte die Bäume. Niemand sei verletzt worden, teilt die Feuerwehr mit.
Die Freiwillige Feuerwehr Moosburg war hier vielerorts gefragt. Zu Beginn des Unwetters seien mehrere Personen auf einer Kiesbank in der Isar eingeschlossen worden. Gemeinsam mit der Wasserwacht und zahlreichen weiteren Rettungskräften konnten die Betroffenen laut Feuerwehr unverletzt gerettet werden. Um den Zugang zu ermöglichen, mussten mehrere umgestürzte Bäume im Bereich des Isardamms entfernt werden.
Die Feuerwehr in Ergolding musste zu etwa 40 Einsätzen ausrücken. In der Badewelt Ergomar und auf dem Ergoldinger Friedhof soll das Unwetter gravierende Schäden hinterlassen haben, sodass sie am Samstag geschlossen sind, teilt die Feuerwehr mit. Dies bestätigt auch ein Hinweis auf der Website des Ergomar.
Rund 150 Einsätze musste die Feuerwehr in Landshut bewältigen. Am Samstag musste das Naherholungsgebiet Gretlmühle, der Hofgarten und der Hauptfriedhof geschlossen bleiben. Der Grund dafür seien die Unwetterschäden.
Im Landkreis Dingolfing-Landau rückte die Polizei und verschiedene Feuerwehren zu zwölf Einsätzen aus. Größenteils habe es sich dabei um umgestürzte Bäume, Baumteile oder heraus gerissene Verkehrsschilder gehandelt. Nach derzeitigem Stand seien keine Personen zu Schaden gekommen, teilt die Polizei mit.
Insgesamt gab es zahlreiche Einsätze. Während des Gewitters traf ein Blitz den Dachvorsprung eines Hauses in Vilshofen (Landkreis Passau). Daraufhin sei die Fassade in Brand geraten, teilte die Polizei mit. Die Feuerwehr löschte den Brand rechtzeitig, sodass es im Inneren des Wohnhauses keinen Schaden gab. Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand.
Auf den Straßen im Landkreis Passau kam es zu mehreren Unfällen, bei denen aber niemand verletzt wurde. Aufgrund von starkem Wind kippte im Landkreis Passau ein Traktoranhänger um, als der Fahrer des Gespanns in Eging am See abbiegen wollte. In Vilshofen sei ein Autofahrer aufgrund des Regens von der Fahrbahn abgekommen und gegen die Leitplanke geprallt. Ein weiterer Autofahrer fuhr mit seinem Wagen gegen einen Baum, der in Vilshofen auf die Straße gefallen war.





























