Schläuche beschädigt
Hofbesitzer stört Feuerwehr beim Löschen einer Scheune bei Geisenhausen

fib/Eß
Die Rauchentwicklung sorgte für ein Aufgebot an Einsatzkräften: Mehrere Feuerwehren, Polizei, Notarzt und Katastrophenschutz waren vor Ort.

In den meisten Fällen geht es bei einem Brand darum, das Feuer so schnell wie möglich unter Kontrolle zu bringen. Bei einem Scheunenbrand in Hermannskirchen bei Geisenhausen (Landkreis Landshut) am frühen Donnerstagabend rückte der Brandherd aber schnell in den Hintergrund: Die Einsatzkräfte waren vor allem mit dem Landwirt beschäftigt, der die Löscharbeiten behinderte.
Gegen 18 Uhr seien die Einsatzkräfte über einen Brand im Stall informiert worden, heißt es im Polizeibericht. Nach jetzigem Erkenntnisstand gehe man davon aus, dass sich die Heuballen aufgrund der Hitze selbst entzündeten, teilte eine Sprecherin der Polizei auf Nachfrage unserer Redaktion mit. Nachdem die ersten Feuerwehren vor Ort waren, habe sich der Landwirt jedoch gegen die Löschmaßnahmen gesträubt, teilt die Polizei mit. Die Polizeikräfte konnten den 55-jährigen Landwirt zwar letztendlich beruhigen, zuvor beschädigte er laut Polizei jedoch durch sein aggressives Verhalten noch Feuerwehrschläuche und -verteiler, indem er sie mit seinem Traktor überfuhr.
Der 55-Jährige habe sich daraufhin aber beruhigt und im Anschluss zusammen mit der Feuerwehr sogar den Brandherd gemeinsam bekämpft, heißt es von der Polizei. Bei dem Brand sei ein Sachschaden in Höhe von etwa 600 Euro an den Heuballen entstanden. Personen seien aber keine verletzt worden und der Stall unbeschädigt geblieben.
Am Freitagnachmittag brannte es auf dem Hof erneut. Die Polizei habe erneut eine Mitteilung erhalten, dass Rauch aufsteige, bestätigte ein Sprecher auf Nachfrage. Warum das Heu erneut brannte, sei noch nicht klar, vermutlich habe aber ein Glutnest bei der Hitze erneut Feuer gefangen, sagte ein Sprecher der Polizei am Samstagvormittag. Die Ermittlungen dazu laufen.
Bei der Alarmierung am zweiten Tag sei die Polizei zwar vorsorglich mit auf den Einsatz gefahren, diesmal sei es aber den Feuerwehrlernen gelungen, mit dem Landwirt zu verhandeln und die Situation kommunikativ zu lösen, sagte der Polizeisprecher. Ein Eingreifen der Polizei sei nicht nötig gewesen. Es sei ein minimaler Schaden an dem bereits vom Vortag beschädigten Heu entstanden, Personen seien keine verletzt worden.













