David gegen Goliath

Mini bremst Brummi aus: 55-Jährige wegen Nötigung in Landau vor Gericht

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Ein abruptes Bremsmanöver führte laut Staatsanwaltschaft eine Frau im April aus - und landete wegen Nötigung vor Gericht.

Ein abruptes Bremsmanöver führte laut Staatsanwaltschaft eine Frau im April aus - und landete wegen Nötigung vor Gericht.

Unter dem Motto „David gegen Goliath im Straßenverkehr“ stand am Donnerstagvormittag eine Gerichtsverhandlung vor dem Landauer Amtsgericht. Angeklagt war eine 55-Jährige wegen Nötigung.

Laut Staatsanwältin sei die Frau im April dieses Jahres mit ihrem Mini auf der DGF 10 unterwegs gewesen. Kurz vor einem Ortsschild habe sie so abrupt abgebremst, dass ein Lastkraftwagenfahrer hinter ihr ebenfalls stark auf die Bremse drücken beziehungsweise stoppen musste. Mit ihrem Handeln habe die Frau den Lastkraftwagenfahrer „für sein Verhalten im Straßenverkehr maßregeln“ wollen, sagte die Staatsanwältin. Bevor das Verfahren richtig begonnen hatte, wollte der Verteidiger der 55-Jährigen schon einen Gang zurückschalten und bat um ein Rechtsgespräch. Nach einer kurzen Beratung der Prozessbeteiligten verkündete Richterin Eva Ruhland, dass das Verfahren gegen die Angeklagte gegen Geldauflage vorläufig eingestellt wird. Die Frau muss 1.000 Euro an die Kreisverkehrswacht Dingolfing zahlen.

Richterin Eva Ruhland begründete diese Entscheidung damit, dass die 55-Jährige bisher eine unbescholtene Bürgerin gewesen sei. Was genau sich im Frühjahr zwischen der Mini-Fahrerin und dem Brummi-Fahrer zugetragen hatte und weshalb sie ihn mit einem Bremsmanöver habe „maßregeln“ wollen, blieb offen.

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