Ukraine

Eine Tote und viele Verletzte nach Explosionen in Lwiw

Die Explosionen ereigneten sich kurz nach Mitternacht.

Die Explosionen ereigneten sich kurz nach Mitternacht.

Von dpa

In der westukrainischen Großstadt Lwiw (Lemberg) ist es zu zwei Explosionen gekommen, die laut Behörden mindestens eine Polizistin getötet und weitere Sicherheitskräfte verletzt haben. „Das war ein Terroranschlag“, sagte Bürgermeister Andrij Sadowyj in einem Video in seinem Telegram-Kanal. Die Zahl der Verletzten stieg den Behörden zufolge auf 25, nachdem in der Nacht zunächst von 15 die Rede gewesen war.

Innenminister Ihor Klymenko informierte über die Festnahme einer Verdächtigen im Gebiet Lwiw, ohne Details zu nennen. Lwiws Bürgermeister Sadowyj teilte mit, es handele sich bei der festgenommenen Frau um eine ukrainische Staatsbürgerin. Die Polizei teilte Stunden später mit, dass es sich bei der Festgenommenen um eine 33-jährige Ukrainerin handele, die im Auftrag russischer Geheimdienste die Bomben selbst gebastelt und platziert habe.

Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach den Angehörigen der getöteten Polizistin sein Beileid aus - und erklärte, dass für die Ermittlungen zur Aufklärung des Terroranschlags alles Nötige unternommen werde.

Die getötete Polizistin sei 23 Jahre alt gewesen, teilte die Nationalpolizei mit. Näheres zu den Hintergründen des Vorfalls war zunächst nicht bekannt.

Die Explosionen hatten sich kurz nach Mitternacht ereignet. Nach einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft eilten die Sicherheitskräfte zunächst wegen eines angeblichen Einbruchs zu einem Geschäft nahe der Altstadt von Lwiw. Als sie dort ankamen, sei die erste Explosion ausgelöst worden - und eine zweite dann, als kurz darauf Verstärkung eintraf. Nicht alle Opfer hätten den Anschlag überlebt, teilte die ukrainische Nationalpolizei mit. Laut Bürgermeister Sadowyj wurden auch zwei Autos beschädigt, darunter ein Streifenwagen.

Die Region Lwiw liegt im Westen der Ukraine an der polnischen Grenze. Die gleichnamige Gebietshauptstadt ist nur etwa 50 Kilometer Luftlinie vom EU-Gebiet entfernt. Dort leben auch viele Binnenflüchtlinge, die sich im russischen Angriffskrieg vor den Kämpfen im Osten der Ukraine in Sicherheit gebracht haben. Auch Lwiw ist immer wieder Ziel von russischen Raketen- und Drohnenangriffen.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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