Brände und Verletzte
Schulkrawalle in Frankreich weiten sich aus - 625 Festnahmen

Jean-Francois Badias/AP/dpa
Bei den Protesten an französischen Gymnasien kam es zu zahlreichen Sachbeschädigungen und Festnahmen.
Die Krawalle und Proteste an französischen Schulen haben an Umfang und Härte zugenommen und im Tagesverlauf zu 625 Festnahmen geführt. 83 Polizeibeamte sowie 32 Lehrkräfte und Schüler seien verletzt worden, sagte Innenminister Laurent Nuñez in Paris. 356 Schulen waren demnach von Protestaktionen betroffen. Dabei habe die Gewalt deutlich zugenommen und es sei zu Zerstörungen in Schulen und Brandstiftungen gekommen. Auch seien Autos von Lehrkräften in Brand gesetzt worden.
Die Proteste hatten bereits am Freitag an weiterführenden Schulen im Großraum Paris begonnen. Sie richten sich gegen fehlende Mittel, einen Mangel an Lehrkräften an den Schulen und heruntergekommene Gebäude.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sprach von legitimen Sorgen der jungen Leute, die aber in keinem Fall Gewalt und Übergriffe auf Polizisten, Lehrkräfte und Medienvertreter rechtfertigten, die über die Proteste berichteten. Mit Blick auf mögliche Polizeigewalt im Umfeld der Proteste sagte Macron, die Beamten müssten sich an ihre beruflichen Pflichten halten und Verstöße müssten strafrechtlich verfolgt werden. „Aber ich denke, die Gewalt geht vor allem von denen aus, die Lehrer angerempelt und mit Füßen getreten haben.“

Jean-Francois Badias/AP/dpa
Auch der Einsatz der Polizei bei den Protesten an französischen Schulen steht in der Kritik, es war die Rede von Fällen von Polizeigewalt.








