Missglückte Sanierung?

Grüner Pool in Washington - Trump sieht „Vandalen“ am Werk

Die teure Pool-Renovierung droht zum Fiasko zu werden. (Archivbild)

Die teure Pool-Renovierung droht zum Fiasko zu werden. (Archivbild)

Von dpa

Im Debakel um das trotz kostspieliger Renovierung grün verfärbte Wasserbecken in Washington D.C. hat US-Präsident Donald Trump Schuldige ausgemacht. „Schreckliche Vandalen“ hätten „ätzende und zerstörerische Chemikalien in das Becken“ gegossen, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Mehrere Personen seien in dem Zusammenhang festgenommen worden. In einem vorangegangenen Post hatte er von „Jahren im Gefängnis“ in Zusammenhang mit „schweren Straftaten“ geschrieben.

Der sogenannte „Lincoln Memorial Reflecting Pool“ gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen der US-Hauptstadt. Algen plagen die Anlage laut Experten seit ihrer Eröffnung. Das Becken ist vergleichsweise flach und erwärmt sich im Sommer stark. Trump hatte den Pool für rund 14,2 Millionen US-Dollar (etwa 12,4 Millionen Euro) renovieren lassen. Im Zuge der Sanierung wurde der Boden mit einer dunkelblauen Beschichtung versehen.

Im Reflecting Pool löst sich Farbe.
Im Reflecting Pool löst sich Farbe.
Im Reflecting Pool löst sich Farbe.
Die Arbeiten am Reflecting Pool werden wohl doch aufwendiger als gedacht.
Die Arbeiten am Reflecting Pool werden wohl doch aufwendiger als gedacht.
Die Arbeiten am Reflecting Pool werden wohl doch aufwendiger als gedacht.

In den vergangenen Tagen färbte sich das Wasser erneut grün und der neue Boden löste sich stellenweise ab. Kritiker sind der Meinung, bei der Sanierung seien wesentliche Maßnahmen auf der Strecke geblieben. Trump hingegen nannte die Sanierung einen Erfolg, der Pool habe „perfekt funktioniert“. Nun müsse man einen Großteil des Wassers ablassen, um die notwendigen Reparaturen durchzuführen.

Wie die „Washington Post“ berichtete, soll es sich bei einem der Festgenommenen um einen ehemaligen Olympioniken handeln. Der Zeitung zufolge wurde der Mann festgenommen, nachdem er in das Becken gegriffen und ein teilweise abgelöstes Stück der Bodenbeschichtung berührt hatte. Ein Gerichtstermin sei für den 9. Juli angesetzt.

Die jüngste Sanierung hatte auch politisch für Diskussionen gesorgt. US-Medien berichteten, dass die Regierung die Aufträge ohne Ausschreibung an ausgewählte Unternehmen vergeben habe. Die Regierung begründete dies mit Zeitdruck vor den Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten am 4. Juli.

Das rund 600 Meter lange Wasserbecken liegt zwischen dem Lincoln Memorial und dem Washington Monument. Es bildete auch die Kulisse, vor der Bürgerrechtler Martin Luther King Jr. 1963 seine berühmte Rede „I Have a Dream“ hielt.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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