Trump-Projekt

Wieder Wirbel um Washingtons Pool

Im Reflecting Pool löst sich Farbe.

Im Reflecting Pool löst sich Farbe.

Von dpa

Nächste Posse beim berühmten Wasserbecken in der US-Landeshauptstadt Washington? Nur wenige Tage nach Abschluss einer millionenschweren Sanierung hat sich Medienberichten zufolge Material im „Reflecting Pool“ gelöst. Dabei handele es sich um die Farbe auf dem Boden, die das Becken nach dem Wunsch von US-Präsident Donald Trump blau färben sollte, berichteten unter anderem die „Washington Post“ sowie die US-Sender CNN und ABC News. Warum sich die Farbe genau löste, war zunächst unklar.

Trump hatte die Anlage für rund 14,2 Millionen US-Dollar (etwa 12,4 Millionen Euro) renovieren lassen. Im Zuge der Sanierung wurde der Boden mit einer dunkelblauen Beschichtung versehen, die Trump als „amerikanisches Flaggenblau“ bezeichnete.

Die Arbeiten am Reflecting Pool werden wohl doch aufwendiger als gedacht.

Die Arbeiten am Reflecting Pool werden wohl doch aufwendiger als gedacht.

Daraus wurde allerdings zunächst nichts: In den vergangenen Tagen färbte sich das Wasser aufgrund von Algen grün. Um dagegen anzugehen, hatten Parkmitarbeiter laut ABC News Wasserstoffperoxid in das Wasser gekippt.

Das Gewässer ist vergleichsweise flach, liegt in der prallen Sonne und erwärmt sich im Sommer stark. Bereits nach einer früheren Generalüberholung waren binnen weniger Wochen erneut Algen aufgetreten. Ein neues Wasseraufbereitungssystem soll das Becken künftig algenfrei halten.

Die jüngste Sanierung hatte zuvor auch politisch für Diskussionen gesorgt. US-Medien berichteten, dass die Regierung die Aufträge ohne Ausschreibung an ausgewählte Unternehmen vergeben habe. Die Regierung begründete dies mit Zeitdruck vor den Feierlichkeiten zum 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten.

Der Pool gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen der US-Hauptstadt. Das rund 600 Meter lange Wasserbecken liegt zwischen dem Lincoln Memorial und dem Washington Monument. Es bildete auch die Kulisse, vor der Bürgerrechtler Martin Luther King Jr. 1963 seine berühmte Rede „I Have a Dream“ hielt.

Die jetzigen Renovierungsarbeiten sollten rechtzeitig vor den Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten am 4. Juli abgeschlossen werden.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

Themen des Artikels folgen

Alle Artikel zu gefolgten Themen und Autoren finden Sie bei mein idowa

Finden, was Sie suchen: Sie können sich Artikel von idowa in der Google-Suche nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr Informationen zur kostenlosen Google-Funktion finden Sie auf unserer Infoseite.

Keine Kommentare


Neueste zuerst Älteste zuerst Beliebteste zuerst
alle Leser-Kommentare anzeigen
Leser-Kommentare ausblenden

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.