Serien-Tipp

„Should I Marry A Murderer?“ ist eine spannende True-Crime Doku

Die Serie erzählt die Geschichte der jungen Pathologin Caroline Muirhead, die von ihrem Verlobten erfährt, dass er einen unschuldigen Menschen getötet hat.

Total verliebt: Caroline und Sandy, bevor sie von seinem schrecklichen Geheimnis erfährt.

Total verliebt: Caroline und Sandy, bevor sie von seinem schrecklichen Geheimnis erfährt.

Darum geht’s: 2020, Schottland: Die junge Pathologin Caroline Muirhead hat gerade eine schlimme Trennung hinter sich. Dann wird sie beim Swipen auf einer Online-Datingplattform auf Alexander „Sandy“ McKellar aufmerksam. Er gefällt ihr sofort: groß, ein echter Naturbursche, Wildjäger in den schottischen Highlands. Sie nimmt für ein Treffen spontan die zwei Stunden Fahrt auf sich – und es funkt sofort. Von da an verbringen die zwei so viel Zeit wie möglich miteinander.

Nach nur wenigen Wochen macht Sandy Caroline einen Heiratsantrag, sie sagt Ja. Wenig später vertraut er ihr dann sein größtes Geheimnis an: Er und sein Zwillingsbruder haben bei der Heimfahrt mit dem Auto von einer Kneipe betrunken einen Radfahrer am Straßenrand übersehen. Den schleuderte es über das Auto, er überlebte nicht. Damit die Brüder nicht ins Gefängnis müssen, entschieden sie sich, die Leiche in den Highlands zu vergraben. Caroline ist schockiert, hält aber aufgrund ihrer Verliebtheit erst mal dicht.

Bei heimlichen Recherchen im Internet findet die Pathologin heraus, dass es sich bei dem Opfer um den Krebs überlebenden Tony Parsons handelt, der durch die Radtour Spenden für einen guten Zweck sammeln wollte. Der Familienvater galt als vermisst.

Mit der Zeit erfährt Caroline von Sandy immer mehr schreckliche Details aus der verhängnisvollen Nacht. Zum Beispiel, dass der Radfahrer nach dem Aufprall noch lebte und die Brüder warteten, bis er seinen Verletzungen erlag. Endlich überwindet sich die junge Frau und gesteht als anonyme Zeugin bei der Polizei. Doch die kann Sandy aufgrund fehlender Beweise nicht festhalten.Aufgrund ihrer emotionalen Abhängigkeit schafft es Caroline nicht, sich von ihrem Verlobten zu distanzieren. Sie gerät in eine gefährliche Zwickmühle: Vor Sandy spielt sie die loyale Verlobte, während sie hinter seinem Rücken heimlich Beweise für die Polizei sammelt. Als Sandy irgendwann erfährt, wer ihn verraten hat, entsteht eine höchst toxische Beziehung zwischen den beiden, in der Caroline mit der Zeit komplett den Boden unter den Füßen verliert.

In aller Kürze: Ein schottischer Wildjäger gesteht seiner Verlobten, dass er und sein Bruder versehentlich einen Radfahrer getötet haben. Die gerät in einen Gewissenskonflikt: Soll sie ihren geliebten, künftigen Mann wirklich bei der Polizei verraten?

Fazit: Die Dokumentation beruht auf einer wahren Geschichte und besteht aus drei Teilen. Sie beleuchtet die bald toxische Beziehung zwischen Caroline und Sandy – und wie dadurch das Leben der intelligenten Pathologin den Bach runtergeht. „Should I Marry a Murderer?“ zeigt außerdem das Versagen der schottischen Polizei, die Caroline in der schwersten Zeit ihres Lebens im Stich lässt. Und auch, wie sich die junge Frau aufgrund ihrer Verliebtheit nicht immer richtig verhält. „Should I Marry a Murderer?“ ist eine spannende Dokumentation, die einen automatisch fragen lässt, wie man sich selbst wohl an Carolines Stelle verhalten hätte.    

„Should I Marry a Murderer?“, Dokumentation, drei Teile à etwa 50 Minuten, verfügbar auf Netflix, freigegeben ab zwölf Jahren.

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