Fußball
Cyborg-Schiedsrichter und pinke Schuhe: Das sind die Trends der WM

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Pinke Schuhe, Löcher in den Stutzen und Schitzis mit Headset: Das ist alles neu bei der WM.
Pink ist das neue Schwarz
Was bei der Heim-EM auf dem deutschen Auswärtstrikot zu finden war, sieht man bei diesem Turnier an den Füßen: pink. Etliche WM-Profis tragen Schuhe in dieser Farbe. Dahinter steckt vor allem der Wettstreit der großen Ausrüster um maximale Aufmerksamkeit. „Pink hebt sich auf dem grünen Rasen besonders gut ab – egal, ob im Stadion oder vor dem Fernseher“, erklärt Odinga Nimako vom Hersteller Nike. Dazu sollen leuchtende Farben den Spielern zusätzliches Selbstvertrauen geben. Bei unserer Nationalelf hat jedoch auch das nicht geholfen.
Löcher in den Stutzen
Dahinter steckt kein modischer Trend, sondern vielmehr ein praktischer. Viele Spieler klagen darüber, dass moderne Kompressionsstrümpfe die Wadenmuskulatur zu stark einschnüren. Durch die Einschnitte soll der Druck reduziert und die Durchblutung verbessert werden. Zu den bekanntesten Spielern gehört zum Beispiel Englands Nationalspieler Jude Bellingham. Viele Mediziner vermuten allerdings nur einen Placebo-Effekt. „Am Ende schaut es halt cool aus für sie. Wenn man daran glaubt, hat es eine Wirkung, das hilft manchmal mehr als alles andere“, erklärt Sportwissenschaftler Veit Senner.
Schiedsrichter wie Cyborgs
Die Unparteiischen fallen bei diesem Turnier auf. Mancher mit fragwürdigen Entscheidungen, alle aber mit einem futuristisch wirkenden Kopfschmuck. Denn sämtliche Schiedsrichter tragen bei diesem Turnier erstmals eine seitlich montierte Ref-Cam mit Mikrofon und Kopfhörer. Diese zusätzliche Kamera-Perspektive hat bisher kaum mal ein spektakuläres Bild geliefert, dennoch ist es interessant zu sehen, wie die Unparteiischen ein Spiel erleben. Laut FIFA soll die Technik den Fans Entscheidungen besser nachvollziehbar machen.
Hochkrempeln als Botschaft?
Superstar Cristiano Ronaldo macht es vor Freistößen oft, Englands Declan Rice vor Ecken: Immer mehr Fußballer tragen ihre Hosen nicht nur eng, sondern krempeln vor Standards auch ein Hosenbein hoch. Warum? Es könnte ein Code für die Mitspieler sein, ähnlich wie das Heben einer oder beider Hände. Und natürlich will so mancher Kicker auch posen: „Dass er dabei seine unglaublichen Oberschenkelmuskeln zur Schau stellen kann, spielt wahrscheinlich auch eine Rolle“, vermutet Rob Warner, ehemaliger Designleiter bei Puma.



