Serien-Tipp
Mystery auf hoher See in „1899“

Netflix
Kapitän Eyk (Bildmitte, gespielt von Andreas Pietschmann) will herausfinden, was mit den Passagieren der Prometheus passiert ist.
"1899" ist die bisher teuerste deutsche Netflix-Produktion. Warum du die spannende Science-Fiction-Serie mit internationalem Cast unbedingt im Originalton schauen solltest.
Darum geht's: Die Prometheus ist seit vier Monaten verschwunden, als die Kerberos, ebenfalls ein riesiges Passagierschiff der gleichen Reederei, auf seiner Überfahrt in die USA plötzlich Koordinaten empfängt. Kapitän Eyk ist sich sicher: Das muss ein Notruf von der Prometheus sein. Die Kerberos verlässt ihren Kurs, um das verschollene Schiff zu finden. Und tatsächlich: Nach kurzer Zeit treibt es vor ihnen im Meer. Zusammen mit der alleinreisenden Ärztin Maura und anderen Mutigen betritt der Kapitän das Schiff, um herauszufinden, was geschehen ist. Gibt es nach vier Monaten noch Überlebende?
Zu ihrer Überraschung ist auf der Prometheus keine Menschenseele mehr zu finden - außer eines kleinen Jungen, eingesperrt in einem Schrank. Doch der Bub spricht nicht, sondern überreicht seinen Findern nur eine kleine, mystisch aussehende Pyramide. Von der Schiffsreederei bekommt Kapitän Eyk nun den Befehl: "Schiff senken." Doch er ignoriert die Anweisung. Denn Eyk vermutet, dass seine verstorbene Frau sowie seine drei Mädchen auf der Prometheus waren.
So befiehlt der Kapitän, das Schiff mit Seilen an die Kerberos zu hängen, um es zurück nach Europa zu ziehen und herauszufinden, was den über 1 000 Passagieren auf der Prometheus zugestoßen ist. Ab diesem Moment passieren auch auf der Kerberos unerklärliche Dinge. Die Kompasse funktionieren nicht mehr, dichter Nebel verhindert das Weiterfahren. Die Passagiere werden von realistisch wirkenden Flashbacks heimgesucht, die ihnen ihre schlechten Taten vor Augen führen. Und plötzlich liegen immer mehr Reisende der Kerberos tot auf dem Boden. Hat der stumme Junge von der Prometheus etwas Schlimmes mit rüber auf die Kerberos gebracht?
Hier geht's zum Trailer:
In aller Kürze: Als das Passagierschiff Kerberos das verschwundene Schiff Prometheus findet, nimmt das Unheil auch auf der Kerberos seinen Lauf.
Das Besondere: "1899" ist die teuerste deutsche Netflix-Produktion. Die Serie lebt auch von den unterschiedlichen Kulturen, die auf dem Passagierschiff Kerberos aufeinanderprallen. Die Reisenden wollen Europa zurücklassen und ein neues Leben in den USA beginnen. So sind von Chinesisch über Polnisch bis zu Englisch und Deutsch viele Sprachen zu hören. Deshalb ist es sehr empfehlenswert, nicht die deutsche Synchronfassung der Serie zu schauen, sondern den Originalton. Damit verstehst du die deutschen Sprechszenen sowieso, während die Fremdsprachen einen Untertitel erhalten. Wichtig ist diese Einstellung deshalb: In "1899" gibt es sehr viele Momente, in denen zwei Menschen mit unterschiedlichen Muttersprachen versuchen, sich irgendwie zu verständigen. Schaust du die Serie in der deutschen Synchronfassung, ergeben diese Szenen einfach wenig Sinn, wenn sich zwei Charaktere unterschiedlicher Nationalitäten unverständlich anstarren, obwohl sie ja beide Deutsch zu sprechen scheinen.
Fazit: "1899" hat eine ziemlich gruselige Grundatmosphäre. Die Serie wirft so viele Fragen auf, dass man als Zuschauer unbedingt verstehen will, was hinter dem Ganzen steckt. Deshalb hat sie ein hohes Suchtpotenzial.
Hinweis: Dieser Text stammt aus der Freistunde, der Kinder-, Jugend- und Schulredaktion der Mediengruppe Attenkofer. Für die Freistunde schreiben auch LeserInnen, die Freischreiben-AutorInnen. Mehr zur Freistunde unter freistunde.bayern.









