„Der Eiskeller-Fall“

Fall Hanna W.: Eine Doku beleuchtet die unschuldige Verurteilung

Eine junge Frau stirbt auf dem Heimweg von der Disko, ein Jogger wird verurteilt. Doch: Es gibt keine Beweise. Eine dreiteilige Doku beleuchtet den Fall Hanna W.

Verbringt über zweieinhalb Jahre unschuldig in Haft: Sebastian T.

Verbringt über zweieinhalb Jahre unschuldig in Haft: Sebastian T.

Darum geht’s: Es ist ein Fall, der in ganz Deutschland für Aufsehen gesorgt hat: Die 23-jährige Hanna W. aus Aschau im Chiemgau wird nach einem Besuch in der Diskothek „Eiskeller“ im Oktober 2022 tot in einem Wildbach gefunden. Sebastian T. war in jener Nacht joggen und gerät unter Mordverdacht. In einem Indizienprozess wird der 20-Jährige verurteilt und verbringt 945 Tage in Haft. Doch: Ein eindeutiger Beweis, dass Sebastian T. die Tat begangen hat, fehlt. Wie kam es dazu, dass er trotzdem zum Mörder erklärt wurde? Genau das beleuchtet die dreiteilige Doku „Tod nach der Disco – Der Eiskeller-Fall“.

Zwei Journalisten der Zeit und Süddeutschen Zeitung geben in der Serie Einblick, wie sie den Prozess begleitet haben, dazu beziehen die Verteidiger des Angeklagten Stellung. Und: Auch Sebastian T. selbst äußert sich und zeigt sich vor der Kamera, genau wie seine Familie.

Fazit: Zwei Familien, ein Albtraum. Die eine verliert ihre Tochter und wünscht sich Aufklärung. Die andere erlebt, wie ihr Sohn für eine Tat verurteilt wird, die er nicht begangen hat.

„Tod nach der Disco – Der Eiskeller-Fall“, Crime-Dokumentation, NDR, drei Folgen à rund 30 Minuten, verfügbar in der ARD-Mediathek.

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