Groß, teuer, spannend
Das Sportevent des Jahres geht los: 10 Funfacts zur Fußball-WM

Fotos: Ahmed Khawaja – stock.adobe.com (Pokal); 1–10: HMB-Media, ABACAPRESS, Anadolu Agency, United Archives Keystone, Sven Simon, SOPA Images, imagebroker, ZUMA Press, Jürgen Schwarz, Anadolu Agency, Brazil Photo Press, Bildagentur Monn/Imago
Die WM beginnt: Hier sind zehn spannende Funfacts.
1. Die Stadien haben eigene Rasensysteme
Die Ansprüche an den Rasen sind bei dieser WM besonders hoch. Denn das Turnier erstreckt sich über mehrere Klimazonen. Da nicht überall dieselbe Rasenart geeignet ist, kommen je nach Standort nun unterschiedliche Sorten zum Einsatz. Die FIFA verspricht trotz dieser unterschiedlichen Bedingungen in den Stadien eine einheitliche Oberfläche für alle Teams. Wenn’s im Spiel also mal nicht läuft, soll das Grün keine Ausrede sein.
2. Die WM ist das Turnier des Donald Trump
Auch wenn der FIFA-Chef anderes behauptet: Fußball ist politisch, gerade diese WM. Um dem US-Präsidenten zu schmeicheln, hat Gianni Infantino ihm eigens einen Friedenspreis überreicht. Und das, obwohl Donald Trump eher nicht als Friedensstifter auffällt. Die WM soll für den US-Präsidenten nun ein dringend nötiger Erfolg werden, er ist unbeliebt wie nie zuvor. Doch die Folgen von Donald Trumps Politik, die bei Immigration und Grenzschutz hart durchgreift, zeigen sich auch beim Turnier: Einem WM-Schiedsrichter aus Somalia wurde die Einreise verweigert.
3. Die WM ist so groß wie nie zuvor
Diese WM hat als erste drei Ausrichter. Das sorgt durch die jeweilige Größe von Kanada, Mexiko und den USA für extrem weite Wege. Nur in der Gruppenphase wird das deutsche Team Luftlinie über 6.300 Kilometer reisen. Das allein sind schon mehr Kilometer, als ein Bundesliga-Team für seine Auswärtsfahrten durchschnittlich pro Saison zurücklegt.
4. Das Aztekenstadion ist berühmt-berüchtigt
Für viele Arenen wäre es das Highlight ihrer Geschichte. Für das Aztekenstadion in Mexiko- Stadt war es bereits die dritte WM-Premierenpartie. Dazu sind andere geschichtsträchtige Momente hier passiert: Bei der WM 1986 erzielte Diego Maradona zum Beispiel sein Tor mit der „Hand Gottes“ (Foto).
5. Spiele sind ein teures Vergnügen
„Das würde ich auch nicht zahlen“: Nicht nur Fans haben das zu den hohen Ticketpreisen gesagt, das Zitat stammt von US-Präsident Donald Trump. Die fiese Masche der FIFA, die auch viele Konzertveranstalter nutzen: dynamische Preise. Die Nachfrage bestimmt die Kosten. Bedeutet: Für attraktive Spiele steigen die Ticketpreise rasant.
6. Dieses Turnier hat exotische Teams
Die diesjährige WM hat mit 48 Mannschaften die bisher meisten Teilnehmer. Das führt dazu, dass auch einige ungewöhnliche Länder dabei sind. Erstmals spielen zum Beispiel Jordanien, Usbekistan und der deutsche Vorrunden-Gegner Curaçao eine WM. Auch der afrikanische Inselstaat Kap Verde erlebt seine Premiere. Hier könnten manche Fußball- Fans vielleicht Verteidiger Logan Costa (Foto) kennen, der in Frankreich ausgebildet wurde und aktuell beim FC Villarreal in Spanien spielt.
7. Es gibt angepasste Regeln mit Spieler-Modellen
Die FIFA will bei der WM die effektive Spielzeit erhöhen. Deshalb gibt es bei Abstößen und Einwürfen einen Countdown: Der Schiedsrichter zählt dabei mit der Hand fünf Sekunden runter. Auch eine halbautomatische Abseitstechnik kommt zum Einsatz. Dafür wurden alle Spieler gescannt, um digitale Modelle ihrer Körper zu erstellen. Mit 16 speziellen Kameras pro Stadion kann das System Abseits so noch präziser und schneller erkennen.
8. Die Wege zu den Stadien sind beschwerlich
Auf Social Media gab es Zoff zwischen Amerikanern und Europäern. Streitpunkt: Fußwege. Die sind in den Staaten weniger ausgeprägt, die Amis lieben ihre Autos. Zahlreiche Europäer wollen trotzdem in Fan-Märschen zu den Stadien pilgern. Die einzigen Fußwege zu vielen Stadien führen aber an stark befahrenen Highways entlang. Das Met- Life-Stadium (Foto), wo das Finale stattfindet, liegt dazu in den Meadowlands von New Jersey, einem Sumpf, voll mit giftigen Industrieabfällen.
9. Mit den Maskottchen kann man digital kicken
Drei Gastgeberländer, drei knuffige Maskottchen: Elch Maple repräsentiert Kanada, Jaguar Zayu steht für Mexiko und Weißkopfseeadler Clutch verkörpert die USA. Die drei Cartoon-Tiere sollen für Stimmung sorgen und vor allem junge Fans ansprechen. Deshalb tauchen sie auch als erste WM-Maskottchen in einem Spiel auf: Das heißt „FIFA Heroes“ und soll ein schnelles Fünf-gegenfünf- Fußballspiel im Arcade-Stil mit Fantasy-Flair sein.
10. Helene Fischers Lied zur WM zündet nicht
„Heute Nacht“ verwirrt: Das Lied erfüllt mit Fanfaren im Hintergrund und typischem „Oooooh“- Chor in der zweiten Hälfte eigentlich alle Kriterien eines WM-Songs. Kein Wunder, dass es auf Platz eins der Charts landete. Aber gleichzeitig hat das Lied keinen explosiven Chorus wie „Auf uns“ und klingt mit einem lahmen Beat nicht nach einem Stimmungsmacher wie „Zeit, dass sich was dreht“. Ob „Heute Nacht“ also ikonische WM-Momente passend untermalen kann, bleibt abzuwarten.




















