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„Das Gesetz nach Lidia Poët“ zeigt eine Heldin des 19. Jahrhunderts

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In „Das Gesetz nach Lidia Poët“ stellt eine Italienerin als studierte Juristin die Männerwelt des 19. Jahrhunderts auf den Kopf.
Wie kann sie es nur wagen, als Frau praktizieren zu wollen? Jung, schön, intelligent, aber leider im falschen Jahrhundert geboren. So könnte man Lidia Poët beschreiben. Als studierte Juristin stellt die Italienerin die Männerwelt des 19. Jahrhunderts auf den Kopf.
Darum geht’s: Ein Urteil des Berufungsgerichts in Turin erklärt die Zulassung von Lidia Poët zur Anwaltskammer für unrechtmäßig. Sie darf ihren Traumberuf nicht ausüben, weil sie eine Frau ist. Dem Urteil zum Trotz fängt Lidia in der Kanzlei ihres Bruders an, parallel dazu bereitet sie die Anfechtung des Urteils vor. Mit unkonventionellen Methoden schafft sie es in verschiedenen Fällen, die Wahrheit hinter den Vorurteilen und Oberflächlichkeiten, die meist von Männern verursacht werden, zu finden.
In aller Kürze: Das Berufsverbot hindert die junge Juristin Lidia Poët nicht daran, Mordfälle aufzuklären. Dabei verliert sie ihr Ziel, sich für ihre eigenen Rechte und die anderer Frauen starkzumachen, nie aus den Augen.
Das Besondere: Die Titelheldin hat ein reales Vorbild. Die echte Lidia Poët wurde 1855 in Perrero geboren und war die erste Frau mit einem abgeschlossenen Jurastudium in Italien. Erst 1920, als Frauen bei Rechtsgeschäften nicht mehr die Zustimmung ihres Ehemannes brauchten, wurde ihr die Zulassung als Rechtsanwältin vor Gericht erteilt. Zu diesem Zeitpunkt war Lidia 65 Jahre alt.
Fazit: „Das Gesetz nach Lidia Poët“ erzählt das Wirken einer beeindruckenden Frau. Ihr unermüdlicher Wille und ihr Sinn für Gerechtigkeit eckten in der von Männern dominierten Welt des 19. Jahrhunderts an. Doch statt klein beizugeben, steht Lidia für sich und ihre Träume ein. Wenn sich auch schon viel in Sachen Gleichberechtigung getan hat, sieht man dennoch, dass Frauen auch heute noch für sich einstehen und kämpfen müssen. Lidia zeigt uns, wie das gelingen kann.
„Das Gesetz nach Lidia Poët“, drei Staffeln mit je sechs Folgen à circa 50 Minuten, verfügbar auf Netflix, freigegeben ab 16 Jahren.









