Verfolgungsjagd
Polizist verletzt sich bei Festnahme nahe Brennberg schwer

Markus Lenhardt/picture alliance/dpa
Ein 18-Jähriger lieferte sich eine längere Verfolgungsjagd mit der Polizei.

Eine über eineinhalb Stunden andauernde Verfolgungsfahrt hat sich am Montagabend in den Gemeinden Brennberg und Rettenbach ereignet. Bei der Festnahme eines flüchtigen 18-Jährigen zog sich ein Polizeibeamter eine tiefe Schnittverletzung zu.
Ein 18-jähriger deutscher Autofahrer sollte laut Pressemitteilung der Polizei gegen 22.17 Uhr im Bereich Rettenbach kontrolliert werden. Statt anzuhalten, fuhr er davon. Mehrere Anhalteversuche der Polizeistreifen blieben zunächst erfolglos. Es entwickelte sich eine Verfolgungsfahrt, die sich über eine Zeit von rund eineinhalb Stunden erstreckte. Bei einem Versuch, den 18-Jährigen anzuhalten, stieß dieser gegen einen Dienstwagen. Die Polizei zog einen Hubschrauber hinzu und nahm die uniformierten Streifen aus der unmittelbaren Verfolgung. Die Fahndung und Verfolgung setzten stattdessen zivile Einsatzkräfte fort.
Der 18-Jährige gelangte schließlich auf einen durch eine Schranke gesperrten Feldweg. Beim Versuch, den Weg wieder zu verlassen, fuhr er rückwärts und steuerte dabei mit hoher Geschwindigkeit auf ein Dienstfahrzeug der zivilen Einsatzkräfte zu. Das Fluchtfahrzeug blieb dabei liegen, sodass die Beamten den Mann an einer weiteren Flucht hindern konnten.
Zivilbeamter schlug Seitenscheibe ein
Ein ziviler Polizeibeamter schlug die Seitenscheibe mit dem Schlagstock ein, um den 18-Jährigen aus dem Auto zu bringen. Dabei zog sich der Beamte eine tiefe Schnittverletzung am rechten Unterarm zu. Seine Kollegen leisteten dem Verletzten umgehend Erste Hilfe. Anschließend wurde der verletzte Beamte mit dem Polizeihubschrauber in ein Regensburger Krankenhaus geflogen. Dort wurde er versorgt und noch in derselben Nacht wieder aus der Klinik entlassen.
Bei der Kontrolle des 18-Jährigen ergaben sich Hinweise darauf, dass er unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Er hatte außerdem Marihuana dabei. Die weiteren Ermittlungen führt die Polizeiinspektion Bad Kötzting.
Im Zusammenhang mit der Verfolgungsfahrt wurden möglicherweise weitere Verkehrsteilnehmer gefährdet. Zeugen, die zwischen 22.17 und 23.47 Uhr durch das Fluchtfahrzeug gefährdet wurden oder entsprechende Beobachtungen gemacht haben, sollen sich bei der Polizeiinspektion Bad Kötzting unter der Telefonnummer 09941/94310 melden.











