Überblick
Bangaranga, WM, Açaí: Das sind die Trends für den Sommer
1. Açaí
Pistaziencreme: ein Mus von vorgestern. Matcha: ein Pulver von gestern. Denn der Food-Trend des Sommers kommt aus dem brasilianischen Amazonasgebiet: die Açaí-Beere. Deren Name ist Portugiesisch, das „c“ wird wie ein Doppel-s ausgesprochen. Die Beere ist klein, dunkelblau-violett und ihr Fruchtfleisch umschließt einen festen Kern. Und sie ist auf dem besten Weg, gehyptes Superfood zu werden: In Berlin stehen Dutzende täglich Schlange vor „Germany’s 1. Soft-Açai & Matcha Store“ mit Smoothies, Säften, Kaffeespezialitäten und allerhand Bowls. Mal sehen, wie lange es dauert, bis bei uns die Ersten mit einem Açaí-Eis oder Ähnlichem unterwegs sind.
2. Alkoholfreies Bier
Gerade im Sommer soll Bier nicht so knallen, was sich schon am beliebten Radler zeigt. Inzwischen ist jedes neunte Bier in Deutschland alkoholfrei. Zum Vergleich: Im Vor-Corona-Jahr 2019 war es erst noch jedes zwölfte, wie aus Zahlen des Brauer-Bunds hervorgeht. Was für ein Kulturwandel in Deutschland und auch im Bierland Bayern.
3. Bangaranga
Wenn’s der Chef sagt, muss es stimmen, oder? Zumindest hat Bundeskanzler Friedrich Merz über den Gewinnersong des Eurovision Song Contests behauptet: „Das wird wahrscheinlich der Ohrwurm des Sommers 2026.“ Das wollen wir mal glauben, auch wenn der erste Hype abgeflacht ist: In den Single-Charts musste die bulgarische Sängerin Dara ihren ersten Platz wieder abgeben.
4. Kittelschürze
Sind Kittel und Schürzen mit Oma-Aura die neuen It-Pieces? Miuccia Prada, Mitinhaberin und eine der kreativen Köpfe des gleichnamigen Modelabels, präsentierte als Mode für den Sommer genau das: Kittelschürzen, teils geblümt. Das soll natürlich nicht als Siegeszug der rückwärtsgewandten Tradwife-Bewegung verstanden werden, die auf Social Media immer wieder Aufmerksamkeit erhält. Vielmehr ging es der Designerin um eine Würdigung der arbeitenden Frau an sich.
5. Loaded fries
Schwimmbad-Pommes sind die Sommerernährung. Chlorwasser macht wohl Bock auf Salziges. Das passt gut zum ohnehin fetten Streetfood-Trend der beladenen Pommes, auf Englisch: loaded fries. Dabei werden knusprige Pommes nicht mehr nur als Beilage genommen, sondern reichhaltig mit warmen Soßen, geschmolzenem Käse oder anderen Toppings garniert.
6. Mittelmeer
Wir mögen’s gerne heiß: Denn laut „Tourismusanalyse 2026“ sind bei uns Deutschen als Urlaubsziel nach wie vor Länder wie Spanien, Italien, Türkei und Griechenland populär. Gerade in den nächsten Monaten bedeutet das: Schwitzen. Und: schnell sein bei den Liegen. Denn die werden, ob am Pool oder Mittelmeer, wieder schnell von eifrigen Landsleuten reserviert. Aber auch Skandinavien bleibt beliebt, hier ist es zumindest ein wenig kühler. Außerdem heißt es in der Analyse der Stiftung für Zukunftsfragen: Jeder Fünfte plant, seinen Urlaub außerhalb Europas zu verbringen – mehr als je zuvor.
7. WM-Frust
Absurde Ticketpreise, mühevoller Weg zum Stadion – dazu seltsame Anpfiffzeiten für Europas Zeitzonen: Die Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko könnte eher zum Debakel denn Spektakel werden, ganz egal, wie die deutsche Elf kickt. Immerhin ein Comeback soll für gute Laune sorgen: Saxofonist André Schnura hat gerade einen eigenen WM-Song veröffentlicht. Der Musiker wurde bei der Heim-EM vor zwei Jahren bekannt, als „der Typ mit dem Saxofon“. Ob die Zeile „Wir sind die Deutschen, schießen die Tore und danach die Lichter aus“ zur WM-Hymne taugt?

















