„Großes Thema für uns“

Universitätsklinikum Regensburg äußert sich zu geplantem Stellenabbau

Der UKR-Vorstand hat sich am Donnerstag zur wirtschaftlichen Lage des Klinikums positioniert. Aktuell steht ein Abbau von rund 40 Stellen im Raum - im Juli soll es allerdings eine neue Berechnung geben.

Das Universitätsklinikum Regensburg kämpft mit einem Millionendefizit. Um die Personalkosten zu mindern, sollen perspektivisch Stellen abgebaut werden. 

Das Universitätsklinikum Regensburg kämpft mit einem Millionendefizit. Um die Personalkosten zu mindern, sollen perspektivisch Stellen abgebaut werden. 

Am Donnerstagvormittag hat ein Pressegespräch mit dem Vorstand des Uniklinikums Regensburg zur aktuellen wirtschaftlichen Lage und weiteren Entwicklung der Einrichtung stattgefunden. Im vergangenen Jahr sei ein Defizit von rund 13,7 Millionen Euro vorhanden gewesen, sagte Dr. Oliver Kölbl, ärztlicher Direktor des Klinikums. Dieses liege aber unter dem durchschnittlichen Defizit aller Kliniken von rund 30 Millionen Euro, räumte er ein. „Zudem haben wir in der Vergangenheit meist mit einem ausgeglichenen Haushalt abschließen können, was für eine Klinik ungewöhnlich ist.“

Ein Nachfrageproblem gebe es keinesfalls. „Wir haben in den vergangenen Jahren jeweils zwischen 1.800 und 1.900 Patienten behandelt. Das erwarten wir auch für dieses Jahr.“ Das Problem seien in der Tat die Personalkosten. Deshalb sei „der Stellenabbau ein großes Thema für uns“, sagte Sabine Lange, kaufmännische Direktorin des Klinikums.

Zwischen 2019 und 2025 habe es einen Aufwuchs von rund 430 Vollzeitkräften gegeben, der unter anderem auf eine zunehmende Ambulantisierung der Klinik zurückzuführen sei. „Wir prüfen deshalb kontinuierlich, in welchen Bereichen wir gut finanziert sind und in welchen Bereichen eher straff aufgestellt.“ Bei der letzten Personalaufwandsberechnung im vergangenen Jahr sei ein nötiger Abbau von rund 40 Stellen herausgekommen, sagte Kölbl. „Im Juli werden wir aber eine neue Berechnung für die ersten sechs Monate dieses Jahres anstellen.“

Insgesamt sei man sich am Klinikum dem Ernst der Lage bewusst. „Wir müssen unsere Wirtschaftlichkeit dahin zurückbringen, wo sie einmal war“, sagte Kölbl. Sorgen, dies nicht zu meistern, mache er sich aber keine. Die Frage, ob das Pressegespräch auf Geheiß von Wissenschaftsminister Markus Blume angesetzt worden war, bejahte der ärztliche Direktor, räumte aber ein, dass ein solches Gespräch ohnehin bereits zuvor geplant war.

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