Nachts im Hotel in München

U-Haft nach mutmaßlichem Tötungsversuch an schwulem Paar

Die 51-Jährige und der 23-Jährige wurden festgenommen und sitzen wegen eines versuchten Tötungsdelikts in Untersuchungshaft. (Symbolbild)

Die 51-Jährige und der 23-Jährige wurden festgenommen und sitzen wegen eines versuchten Tötungsdelikts in Untersuchungshaft. (Symbolbild)

Von dpa

Nach einem mutmaßlich homophoben Tötungsversuch gegen einen 23-Jährigen und dessen Partner sitzen der Bruder und die Mutter des jungen Mannes in Untersuchungshaft. Die beiden Verdächtigen hatten nachts in einem Hotelzimmer in Unterhaching (Landkreis München) auf ihren Verwandten und dessen 21-jährigen Partner unter anderem mit einer Bratpfanne eingeschlagen, wie die Polizei mitteilte. Sie griffen das Paar demnach aus einer mutmaßlich homophoben Motivation heraus an.

Beide homosexuellen Männer waren bei dem Angriff vor zwei Wochen leicht verletzt worden, der 21-Jährige hatte laut den Angaben der Polizei vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden müssen. Mit einer Schere hatte die 51-jährige Mutter den Angaben zufolge mehrmals in Richtung des Partners ihres Sohnes gestochen. Ihr mutmaßlicher 23-jähriger Komplize hatte mit Fäusten und einer Pfanne zugeschlagen.

Ein Mitarbeiter des Hotels war den Angaben der Polizei zufolge durch Hilferufe auf den Vorfall aufmerksam geworden und hatte den Polizeinotruf informiert. Die beiden Verdächtigen waren unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung angezeigt worden und dann zunächst wieder entlassen.

Im Laufe der Ermittlungen hätten sich aber Anhaltspunkte für eine homophobe Tatmotivation ergeben. Die Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus bei der Generalstaatsanwaltschaft München übernahm deshalb die Ermittlungen. Auf deren Antrag erließ das Amtsgericht Haftbefehle gegen die 51-Jährige und den 23-Jährigen wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Am Freitag wurden sie festgenommen und sitzen seitdem in Untersuchungshaft.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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