Waldbrände

Ruf nach Waldumbau wird angesichts der Waldbrände lauter

Haase: «Wir müssen Pflanzen pflanzen.» (Archivbild)

Haase: «Wir müssen Pflanzen pflanzen.» (Archivbild)

Von dpa

Angesichts der starken Waldbrände in Deutschland und Belgien betont der Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates die Notwendigkeit eines Waldumbaus hin zu Mischwäldern. Es brauche verstärkte Vorsorge, sagte Christian Haase am Morgen im Deutschlandfunk. „Und das heißt für uns als Waldbesitzende: Waldumbau, Waldumbau, Waldumbau. Wir müssen von den reinen Nadelholzbeständen weg hin zu Mischwäldern.“

Dass es jetzt auch in eher „nassen Gebieten“ solche Ausbrüche gebe, zeige deutlich, dass der Klimawandel voranschreite. „Wir müssen Pflanzen pflanzen“, sagte Haase, der auch CDU-Bundestagsabgeordneter ist.

Der Waldumbau laufe seit Jahren. „Das wird sicherlich noch ein Jahrzehnt dauern.“ Aus vitalen Wäldern könnten nicht einfach riesige Kahlflächen gemacht werden. „Man ist überall dabei, Jungpflanzen zu setzen.“ Geschehe das zur falschen Zeit, stürben diese wieder ab. „Also sind das Prozesse, die eine ganze Zeit lang brauchen, und wir müssen sie schneller angehen.“

„Was wir derzeit erleben, ist kein Ausnahmeereignis mehr, sondern ein deutliches Warnsignal. Daher müssen wir jetzt aus dieser Katastrophe lernen und die Waldbrandvorsorge entschlossen vorantreiben“, sagte Johannes Zahnen, Waldexperte beim WWF Deutschland, der Deutschen Presse-Agentur.

„Beim Waldumbau muss Deutschland den Turbo anschmeißen.“ Zwar habe der Umbau hin zu naturnahen Mischwäldern vielerorts begonnen, doch Waldbewirtschaftung und Interessen der Forst- und Holzindustrie erschwerten die Transformation.

„Deutschland braucht deshalb endlich ein modernes Bundeswaldgesetz, das den Herausforderungen der Klimakrise und des Artensterbens gerecht wird“, forderte Zahnen.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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