Restrukturierung

Plastic Manufacturing streicht 160 Jobs in Mittelfranken

Plastic Manufacturing hatte vergangenes Jahr Insolvenzantrag beim Amtsgericht Nürnberg Insolvenz angemeldet. (Symbolbild)

Plastic Manufacturing hatte vergangenes Jahr Insolvenzantrag beim Amtsgericht Nürnberg Insolvenz angemeldet. (Symbolbild)

Von dpa

Beim insolventen fränkischen Autozulieferer Plastic Manufacturing fallen 160 Jobs am größten Standort im Leinburger Gemeindeteil Diepersdorf (Landkreis Nürnberger Land) weg. Der Abbau sei Teil von Restrukturierungsmaßnahmen, teilt der Insolvenzverwalter Volker Böhm von der Kanzlei Schultze & Braun mit. Konkret gehe es um 120 Mitarbeiter, denen noch im Januar gekündigt werde, und 40 befristete Arbeitsverhältnisse, die nicht verlängert werden.

„Für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die Einschnitte sehr schmerzhaft und uns ist bewusst, welche persönliche Tragweite diese Entscheidungen haben“, sagt Böhm. „Sie sind aber notwendig, um dem Unternehmen wieder eine Zukunftsperspektive zu geben. Unser Ziel ist es, so viele Arbeitsplätze wie möglich langfristig zu sichern.“

Die Mitarbeiter in Diepersdorf seien bereits am Mittwoch über die Maßnahme informiert worden. Davor habe es eine Einigung mit dem Betriebsrat über Abbau und Sozialplan gegeben.

Die deutschen Gesellschaften von Plastic Manufacturing hatten im vergangenen Jahr Insolvenzantrag gestellt. Das Unternehmen stellt unter anderem Kühlergrills, Spiegelklappen oder Lenkradabdeckungen aus Kunststoff her. Zu den Kunden gehören nach früheren Angaben namhafte Automobilhersteller.

Neben der Gesellschaft in Diepersdorf haben auch die Standorte in Oberlungwitz und Lüdenscheid Insolvenzantrag gestellt. Bei ihnen steht laut Böhm am 30. Januar die Eröffnung des Insolvenzverfahrens an. Auch dort hat Böhm Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet.

Bei allen drei Standorten gebe es Interessenten für eine Übernahme, sagt Böhm. Deren Angebote seien nun Basis für konkrete Verhandlungen. Das Interesse sei erfreulich, „in den Angeboten wird aber auch deutlich, dass die potenziellen Investoren nur dann bereit sind, einen Standort zu übernehmen, wenn er in absehbarer Zukunft wieder profitabel ist.“

Hintergrund des Insolvenzantrags waren laut Böhm erhebliche Verluste in den vorangegangenen Monaten. Diese hätten die Gesellschafter nicht länger auffangen können. Die Gruppe leide - wie viele Unternehmen der Autobranche - unter dem rückläufigen Pkw-Absatz in Europa sowie den gestiegenen Kosten für Rohstoffe und Energie.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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