Kriegsfolgen

Noch immer wird fast täglich Weltkriegsmunition gefunden

Im vergangenen Jahr beseitigten die Kampfmittelräumer mehr als 100 Tonnen Bomben, Granaten und Munition.

Die Sprengkörper dürfen keinesfalls angefasst werden, in jedem Fall muss die Polizei verständigt werden. (Archivbild)

Die Sprengkörper dürfen keinesfalls angefasst werden, in jedem Fall muss die Polizei verständigt werden. (Archivbild)

Von dpa

Auch mehr als 80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges werden in Bayern noch fast täglich Bombenblindgänger, Munition und andere Kampfmittel gefunden. Im vergangenen Jahr beseitigte der Kampfmittelräumdienst mehr als 100 Tonnen Bomben, Granaten und Munition, teilte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) mit. Das seien 13 Tonnen mehr als im Jahr 2024. Den Steuerzahler kostete die Beseitigung im vergangenen Jahr knapp 1,9 Millionen Euro.

„Vor allem in den Gegenden, die während des Krieges im Fokus von Bombardierungen standen, müssen wir auch weiterhin damit rechnen, Blindgänger zu finden“, sagte der Innenminister. Die Alliierten hatten im Krieg vor allem die Großstädte München, Nürnberg, Würzburg und Augsburg mit ihren Industrieanlagen und Verkehrsknotenpunkten ins Visier genommen.

Herrmann warnte die Bevölkerung, bei Zufallsfunden selbst tätig zu werden. Die Sprengkörper dürften keinesfalls angefasst werden, in jedem Fall müsse die Polizei verständigt werden. Eltern sollten ihre Kinder auf die Gefahren solcher Funde hinweisen.

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