Folgen der Hitze

Hitzewelle bringt Bayerns größte Vogelstation in Regenstauf ans Limit

Die Hitzewelle zwingt Bayerns größte Vogelstation zum Aufnahmestopp. Warum jetzt auch Privatleute gefordert sind, und welche Arten besonders betroffen sind.

Junge Mauersegler brauchen bei Hitze Hilfe. (Archivbild)

Junge Mauersegler brauchen bei Hitze Hilfe. (Archivbild)

Von dpa

Die tagelange Gluthitze hat für Bayerns größte Vogelauffangstation in Regenstauf in der Oberpfalz dramatische Folgen: einen Aufnahmestopp, zum ersten Mal in der gut 30-jährigen Geschichte des Hauses. Auch anderen Auffangeinrichtungen im Freistaat gehe es derzeit so. „Wir sind am Rande unserer Kapazitäten. Wir füttern ununterbrochen. Es geht nicht mehr“, sagte der fachliche Leiter der Vogelauffangstation in Regenstauf, Ferdinand Baer. So seien zuletzt derart viele hilfsbedürftige Vögel angekommen, dass man die Notbremse habe ziehen müssen, damit alle optimal versorgt werden können.

Unter der großen Hitze leiden laut dem Naturschutzverband LBV vor allem Arten, die an oder in Gebäuden leben wie Mauersegler, Haussperlinge, Mehlschwalben und Fledermäuse. Deren Quartiere etwa unter Dachvorsprüngen und in Spalten können sich schnell erhitzen - eine tödliche Falle für Jungtiere und Jungvögel, die sie nicht selbstständig verlassen können.

„Viele Jungvögel retten sich durch einen Sprung ins Freie. Doch sobald sie am Boden liegen, werden sie von den Altvögeln in der Regel nicht mehr versorgt und sind dringend auf Hilfe angewiesen“, erklärte Baer.

Daher sei nun die Bevölkerung gefragt. Wer einen hilfsbedürftigen Jungvogel finde, solle ihn möglichst zunächst selbst versorgen. Normalerweise rät der LBV bei diesen Arten, die Tiere schnell in fachkundige Hände oder eine Auffangstation zu bringen - denn das Aufpäppeln von Mauerseglern und Schwalben ist anspruchsvoll und fehleranfällig. 

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