Stillstand auf der Schiene

Hitzeschäden bei Straßenbahn - Reinigung mit Trockeneis

In der Hitze ist Bitumen weich geworden und klebt wie zähes Kaugummi an Schienen und Rädern der Straßenbahnen (Archivbild)

In der Hitze ist Bitumen weich geworden und klebt wie zähes Kaugummi an Schienen und Rädern der Straßenbahnen (Archivbild)

Von dpa

Die unfreiwillige Hitzepause bei den Nürnberger Straßenbahnen zieht sich länger hin. Die Reinigung der Schienen und Fahrzeuge gestalte sich als aufwendig und körperlich anstrengend für die Mitarbeiter, sagte die Sprecherin der Nürnberger Verkehrs-Aktiengesellschaft VAG, Elisabeth Seitzinger. Nun soll Trockeneis helfen, die mit Bitumen verklebten Schienen, Räder und Fahrwerke restlos sauber zu bekommen.

Die Hitze hatte am Samstag in Nürnberg das Bitumen weich werden lassen, das als Füllmasse zwischen Schienen und Straße dient. Die zähe Masse hatte sich um die Räder der Bahnen gewickelt und dadurch Schienen und Fahrwerke verschmutzt. Am Abend stellte die VAG den Straßenbahnbetrieb ein - und auch am Mittwoch ruhte dieser noch.

Auch andere Städte mussten am Wochenende ihre Straßenbahnen stilllegen. In Würzburg waren zeitweise zwei Strecken betroffen. In Leipzig mussten die Verkehrsbetriebe LBV wie in Nürnberg alle Fahrten einstellen. Um die Schienen wieder fahrbereit zu bekommen, holten sich diese aber ungewöhnliche Hilfe: Sie riefen die Bevölkerung auf, mit einem Spachtel die mehrere Millimeter dicke Bitumenschicht von den Gleisen zu kratzen. Mehr als 50 Männer und Frauen packten mit an.

In Nürnberg haben VAG-Mitarbeiter die Schienen bereits grob gereinigt. Nun sollen die Reste mit Hilfe von Trockeneis entfernt werden, sagte Seitzinger. Bei den Straßenbahnen komme dieses in der Werkstatt ebenfalls zum Einsatz. Die Reinigung sei aber so kompliziert, dass die Mitarbeiter aktuell nur zwei Bahnen pro Tag schaffen würden. Der Straßenbahnverkehr könnte Donnerstag oder Freitag schrittweise wieder anlaufen, sagte sie.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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