Aktivistin aus Straubing

Auf Österreichs Straßen festgeklebt: Bewährungsstrafe für Klima-Shakira

Die Aktivistin bekannte sich nicht schuldig.

Die Aktivistin bekannte sich nicht schuldig.

Von dpa

Die Klima-Aktivistin Anja Windl aus dem Kreis Straubing-Bogen ist in Österreich zu einer achtmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das Landesgericht Wien befand die 29-Jährige und drei Mitstreiter der Sachbeschädigung und schweren Sachbeschädigung schuldig, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete.

Windl gilt als zentrale Figur der Klima-Protestbewegung in Österreich. In dem Prozess wurden ihr und weiteren Aktivisten Protestaktionen vorgeworfen, bei denen sie sich mit Sand und Superkleber auf wichtigen Verkehrsrouten in Österreich festgeklebt hatten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Windl, die Teil des ehemaligen Netzwerks Letzte Generation war, bekannte sich nicht schuldig, wie die APA berichtete. „Sie ist zutiefst besorgt über die Folgen der Klimakrise, die wir schon jetzt spüren“, erklärte demnach ihr Anwalt.

In dem Großprozess in Wien waren insgesamt 47 ehemalige Mitglieder der mittlerweile aufgelösten Letzten Generation angeklagt. In dem Verfahren wurden bereits Dutzende Geldstrafen verhängt. Auch die drei Mitangeklagten, die nun mit Windl verurteilt wurden, erhielten Geldstrafen.

Im Januar waren Windl sowie eine weitere Frau und ein Mann an der Flugzeughalle mit dem Privatflugzeug von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im nordrhein-westfälischen Arnsberg festgenommen worden. Sie sollen versucht haben, das Flugzeug des Regierungschefs zu beschädigen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Windl hatte sich danach zu der geplanten Aktion bekannt.

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