Agrarhandels- und Mischkonzern

Baywa will ihr aktuelles Hauptproblem in Kürze loswerden

Baywa-Standort in Bamberg: Die Sanierung des Konzerns soll nun bis Ende 2030 dauern, und damit zwei Jahre länger dauern als ursprünglich geplant. (Archivbild)

Baywa-Standort in Bamberg: Die Sanierung des Konzerns soll nun bis Ende 2030 dauern, und damit zwei Jahre länger dauern als ursprünglich geplant. (Archivbild)

Von dpa

Die hoch verschuldete Baywa will ihr derzeit größtes Problem in Kürze loswerden: Die einst als Wachstumshoffnung gestartete, aber ebenfalls in den roten Zahlen steckende Ökostromtochter Baywa r.e. soll in Kürze an einen „Transformations-Gesellschafter“ verkauft werden. Die Details zur künftigen Eigentümerstruktur sollen „in wenigen Wochen“ kommuniziert werden, wie es in einer Mail des Baywa r.e.-Vorstandschefs Hans-Joachim Ziems an die Führungskräfte der Gesellschaft heißt. Bislang ist die r.e. ein Gemeinschaftsunternehmen der Mutter Baywa AG und des Schweizer Investors EIP. „Damit setzen wir unsere Transformation noch zügiger fort, und zwar in Eigenregie“, schreibt Ziems.

Für die Muttergesellschaft Baywa AG hätte die baldige Trennung den Vorteil, dass die Ökostromgesellschaft und deren Verbindlichkeiten nicht mehr in der Bilanz verbucht werden müssen. Baywa-Vorstand, Gläubigerbanken und die zwei Hauptaktionäre hatten sich am Dienstagabend nach monatelangen Gesprächen im Grundsatz auf einen neuen Sanierungsplan verständigt, nachdem das bisherige Konzept wegen der Probleme der Baywa r.e. nicht mehr zu halten war.

„Es ist erfreulich, dass eine Einigung erzielt werden konnte“, kommentierte Stefan Müller, der Präsident des Genossenschaftsverbands Bayern (GVB). Der GVB vertritt die bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken, die über ihre Beteiligungsgesellschaft BRB größter Baywa-Aktionär sind. Die aus der Genossenschaftsbewegung hervorgegangene Baywa spielt für Landwirtschaft und Lebensmittelversorgung vor allem im Süden und Osten Deutschlands eine große Rolle.

Sowohl die Sanierung der Baywa AG als auch diejenige der r.e. sollen nun voraussichtlich jeweils zwei Jahre länger als ursprünglich bis 2030 dauern. Die r.e. hätte eigentlich für einen erhofften Preis von 1,7 Milliarden Euro verkauft werden sollen, doch hatte deren Management seine Ergebnisziele im Frühjahr drastisch nach unten geschraubt. Mittlerweile geht der Baywa-Vorstand davon aus, dass der Verkauf des r.e.-Anteils noch 900 Millionen Euro einbringen könnte. Allerdings sollen sowohl die Baywa AG als auch EIP auf ausstehende Forderungen gegen die BayWa r.e. verzichten, wie aus Ziems' Mail hervorgeht.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

Themen des Artikels folgen

Alle Artikel zu gefolgten Themen und Autoren finden Sie bei mein idowa

Finden, was Sie suchen: Sie können sich Artikel von idowa in der Google-Suche nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr Informationen zur kostenlosen Google-Funktion finden Sie auf unserer Infoseite.

Keine Kommentare


Neueste zuerst Älteste zuerst Beliebteste zuerst
alle Leser-Kommentare anzeigen
Leser-Kommentare ausblenden

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.