Ausstellungen
199 Tage Live-Musik - Landesausstellung feiert Bayerns Sound

Armin Weigel/dpa
In einem speziellen Raum bekommen die Besucher der Landesausstellung aus verschiedenen Richtungen etwas auf die Ohren.
Bei der diesjährigen Bayerischen Landesausstellung soll es nicht nur etwas zu sehen geben - die Veranstaltung soll insbesondere ein Fest für die Ohren werden. Die Organisatoren kündigen „an jedem Ausstellungstag Live-Musik“ an - also insgesamt 199 Tage lang. Nicht ohne Grund: Der Titel der großen Ausstellung in Freyung im Bayerischen Wald ist „Musik in Bayern“ (25. April bis 8. November).
Dabei geht es um viel mehr als Blasmusik. Die Schau beschäftigt sich nicht nur mit Volksmusikgruppen sowie Pop- und Rockbands oder dem berühmten Knabenchor Regensburger Domspatzen. Auch internationale Musiker, die immer wieder für Konzerte im Freistaat gastieren, wurden zum Ausstellungsgegenstand.
So sind die Rolling Stones dabei, die schon im vergangenen Jahrhundert in München für spektakuläre Auftritte im Circus Krone, in der Olympiahalle und im Olympiastadion sorgten. Allerdings sind die in Freyung gastierenden Stones dann auch wieder typisch bayerisch beziehungsweise schwäbisch: In der Ausstellung wird die legendäre Band um Mick Jagger von Marionetten der Augsburger Puppenkiste gedoubelt.
„Die Musik gehört natürlich in Bayern zum täglichen Leben“, sagte Richard Loibl, der Chef des Hauses der Bayerischen Geschichte. Sie werde zur Repräsentation eingesetzt und mit ihr werde Politik gemacht. Zudem gebe es nicht nur durch die Gastspiele Verbindungen zu den englischen Weltstars von den Stones oder den Beatles, betonte Loibl. Denn diese Musiker hätten sich ihre Instrumente teils von Herstellern aus dem Freistaat geholt.
Die Ausstellung versteht sich als musikalische Zeitreise. Es werde die Musikentwicklung Bayerns durch die Jahrhunderte seit dem Mittelalter präsentiert. Dafür gebe es viele Hörstationen und Raumklänge. „Ob Musik vor 500 oder 5 Jahren geschrieben wurde, sie gehört zum Sound der Gegenwart“, sagen die Macher der Schau. Dabei gebe es für die Besucher auch Mitmach-Stationen. Die Gäste sollen animiert werden, ihre musikalische Seite zu entdecken.










