Schwierige Verhandlungen

Tarifgespräche für Chemiebranche gehen in heiße Phase

Die Chemiebranche kämpft gegen hohe Energiepreise und Wirtschaftsflaute - die Tarifverhandlungen stocken (Archivbild)

Die Chemiebranche kämpft gegen hohe Energiepreise und Wirtschaftsflaute - die Tarifverhandlungen stocken (Archivbild)

Von dpa

Schwierige Gespräche in Zeiten des Iran-Kriegs: In den bundesweiten Tarifverhandlungen für rund 585.000 Beschäftigte der Chemie- und Pharmaindustrie hat die dritte Runde begonnen. Die Branchengewerkschaft IG BCE und der Arbeitgeberverband BAVC ringen im rheinland-pfälzischen Bad Breisig um Gehaltszuwächse und Jobsicherung inmitten der Konjunkturflaute. Die Verhandlungen sind bis Mittwoch angesetzt.

Ende Februar waren die Gespräche ergebnislos vertagt worden, nun macht der Krieg im Nahen Osten die Verhandlungen komplexer. Denn gerade die Chemiebranche ist vom Anstieg der Energiepreise stark betroffen. Sie verbraucht viel Öl und Gas, zugleich spielen die Rohstoffe eine zentrale Rolle als Ausgangsstoffe etwa für Kunststoffe, Dünger, Medikamente, Lösungsmittel und Kosmetika.

Zum Verhandlungsauftakt Anfang Februar in Hannover begrüßten sich die Verhandlungsführer Oliver Heinrich (IG BCE, links) und Matthias Bürk (BAVC) per Handschlag. (Archivbild)

Zum Verhandlungsauftakt Anfang Februar in Hannover begrüßten sich die Verhandlungsführer Oliver Heinrich (IG BCE, links) und Matthias Bürk (BAVC) per Handschlag. (Archivbild)

Während die Arbeitgeber wegen der Krise der Chemiebranche auf Lohnzurückhaltung pochen, will die IG BCE Jobs sichern und höhere Entgelte oberhalb der Inflation erreichen. Die dürfte mit dem Nahost-Krieg steigen. Auf eine konkrete Lohnforderung hatte die Gewerkschaft aber verzichtet. Der aktuelle Tarifvertrag lief Ende Februar aus.

Die Chemie- und Pharmabranche ist die drittgrößte Industriebranche in Deutschland nach dem Auto- und Maschinenbau. Dem Chemieverband VCI zufolge erzielte sie 2025 einen Umsatz von rund 220 Milliarden Euro. Während die Pharmaindustrie wächst, steckt die klassische Chemie seit langem in der Flaute. Ihr machen teure Energie, US-Zölle, die schwache Konjunktur und Überkapazitäten am Weltmarkt zu schaffen.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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