Einzelhandel

Gesamtbetriebsrat verlangt Aufklärung von Galeria-Führung

Wie ernst ist die Situation bei Galeria? Das würden auch die Beschäftigten gern wissen.

Wie ernst ist die Situation bei Galeria? Das würden auch die Beschäftigten gern wissen.

Von dpa

Der Gesamtbetriebsrat der Warenhauskette Galeria hat die eigene Unternehmensführung aufgefordert, sich zur aktuellen Lage zu äußern. „Es reicht, die Belegschaft fordert Klarheit! Wir haben ein Recht darauf“, steht in einem Flugblatt, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Mehrere Vermieter von Galeria beklagen, dass die Mietzahlungen für April ausgeblieben seien. In einigen Fällen soll das Warenhausunternehmen zudem um eine Stundung von Mietzahlungen gebeten haben. Galeria wollte dies auf Nachfrage nicht kommentieren.

In dem an die Beschäftigten gerichteten Schreiben des Gesamtbetriebsrats heißt es: „Wir können die bei euch auftretende Verunsicherung aufgrund der aktuellen Presse verstehen. Auch wir haben zu diesem Thema keinerlei Informationen.“ Die Mitarbeitervertretung verlangt von der Geschäftsführung eine Erklärung, „uns und allen Kolleginnen und Kollegen wahrheitsgemäß darzustellen, wo unser Unternehmen steht. Es kann nicht sein, dass wir unsere Informationen aus der Presse einholen müssen.“

Nach der letzten Insolvenz wollte Galeria den Neustart versuchen. Nun mehren sich die Hinweise, dass die Warenhauskette schon wieder in Schwierigkeiten ist.

Nach der letzten Insolvenz wollte Galeria den Neustart versuchen. Nun mehren sich die Hinweise, dass die Warenhauskette schon wieder in Schwierigkeiten ist.

Galeria betreibt 83 Warenhäuser in Deutschland und beschäftigt rund 12.000 Menschen. Die Kette musste Anfang 2024 erneut Insolvenz anmelden. Gründe waren die finanzielle Schieflage des damaligen Mutterkonzerns Signa sowie hohe Mietkosten. Neun Häuser wurden im Sommer 2024 geschlossen. Seitdem gehört Galeria der US-Investmentgesellschaft NRDC und einer Beteiligungsfirma des Unternehmers Bernd Beetz.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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