Vor allem Tiefbau

Auftragsboom für Bauhauptgewerbe im August

An der deutschen Infrastruktur gibt es viel zu tun. Hier winken viele Aufträge für den Tiefbau. (Archivbild)

An der deutschen Infrastruktur gibt es viel zu tun. Hier winken viele Aufträge für den Tiefbau. (Archivbild)

Wahl-O-Mat
Von dpa

Mehrere Großaufträge haben im August die Auftragsbücher der Bauunternehmen gefüllt. Bereinigt um Preissteigerungen sowie um Kalender- und Saisoneffekte lagen die Bestellungen fast ein Viertel (23,0 Prozent) über dem Wert aus dem Juli, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Einen derart steilen Anstieg habe es noch nie seit Einführung der Statistik im Jahr 1991 gegeben.

Mit einem Zuwachs von 31,6 Prozent profitierte der Tiefbau stärker als der Hochbau mit 12,4 Prozent.

Im etwas stabileren Dreimonatsvergleich gab es für das zusammengefasste Bauhauptgewerbe ein deutliches Plus von 7,6 Prozent im Vergleich zu den drei Monaten zuvor. Auch hier legte der Tiefbau mit 13,8 Prozent deutlich stärker zu als der Hochbau mit einem Zuwachs von 0,6 Prozent.

Der preisbereinigte Umsatz des Gewerbes erreichte im August 10,9 Milliarden Euro. Das waren 10,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Bereinigt um die Preissteigerungen wuchs das Geschäft um 4,9 Prozent. Während dieser Zeitspanne steigerte sich die Zahl der Beschäftigten um 1,5 Prozent auf 548.000 Personen.

„Wir sehen endlich Licht am Horizont“, erklärt dazu der Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbands, Tim-Oliver Müller. Unberechtigt seien Befürchtungen zu überdurchschnittlich steigenden Preisen wegen der erhöhten Nachfrage, vor allem durch die Mittel des Sondervermögens. Die Branche habe schon vor dem Aufschwung Personal aufgebaut und arbeite intensiv daran, die Produktivität zu steigern. Beim seriellen Bauen müssten aber noch zentrale Hürden abgebaut werden.

Die kleineren Unternehmen des Baugewerbes fürchten, bei den Großaufträgen der öffentlichen Hand leer auszugehen. Die Aufträge würden in so großen Losen vergeben, dass nur noch wenige große Unternehmen mitbieten könnten. Der Mittelstand habe noch Kapazitäten, sagt Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa. Im Hochbau seien die Geräte nur zu 45 Prozent ausgelastet.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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