Machtkampf im Fußball

WM-Investoren: UEFA-Fragen und Ultimatum für Infantino

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FIFA-Präsident Gianni Infantino steht in der Kritik. (Archivbild)

FIFA-Präsident Gianni Infantino steht in der Kritik. (Archivbild)

Von dpa

Mit einem umfangreichen Fragenkatalog samt Ultimatum hat die UEFA Aufklärung zu den WM-Investorenplänen von Gianni Infantino gefordert. Der europäische Fußball-Verband übermittelte 42 detaillierte Fragen zu den gescheiterten Plänen sowie anderen Vorfällen an den in der Kritik stehenden Boss des Weltverbandes FIFA. Eine Beantwortung forderte die UEFA bis zum 2. November ein. Das Schreiben liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Infantino hat bisher keine Dokumente über seinen nach heftiger Kritik aufgegebenen Plan, 20 Prozent der kommerziellen Rechte an WM und weiteren Wettbewerben für mehr als vier Milliarden Dollar zu verkaufen, zur Verfügung gestellt. Rund zwei Wochen nach dem WM-Finale in den USA hatte die FIFA Ende Juli mitgeteilt, einen Teil ihrer kommerziellen Rechte an Investoren zu verkaufen. In der Nacht zum ersten August gab Infantino die Pläne nach breitem Widerstand auf.

Der nun abgeschickte Fragenkatalog ist die nächste Runde im aus dem Investorenkonflikt entstandenen Machtkampf zwischen Infantino und seinen europäischen Kritikern. Bei einer Krisensitzung des FIFA-Councils am 15. Oktober in Zürich gab es laut DFB-Chef Bernd Neuendorf nur „dünne“ Antworten.

Hoffnung auf Vorladungen

Umfangreiche Antworten möchte die UEFA über Infantinos persönliches Vergütungspaket, die Behandlung des Disziplinarverfahrens gegen den US-Stürmer Folarin Balogun während der WM, geschäftliche und politische Beziehungen zu Donald Trump und seiner Familie sowie die operative Unabhängigkeit der Rechts-, Wahl- und Ethikkommissionen der FIFA.

Die UEFA hat US-Bundesgerichte gebeten, Vorladungen zu genehmigen, die die Vorlage von Dokumenten und eidesstattliche Aussagen zu dem aufgegebenen Investitionsplan namens „FIFA Forward Enterprise“ erzwingen.

Zwar erkennt die UEFA an, dass der Plan zurückzogen wurde und Fehler eingeräumt worden sind, doch dies würde nicht beantworten, wie relevante Entscheidungen getroffen worden seien. „Diese Fragen benötigen jetzt Antworten“, hieß es in dem UEFA-Schreiben.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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