Autoindustrie
BMW-Werk Regensburg feiert 40 Jahre Serienproduktion

Das BMW-Werk Regensburg feiert 40 Jahre Serienproduktion. Seit Werksbeginn hat der Münchner Autobauer nach eigenen Angaben mehr als sechs Milliarden Euro in den Standort investiert. Derzeit sei Regensburg das volumenstärkste BMW-Automobilwerk in Europa, teilte das Unternehmen mit. Die zusammengehörigen BMW-Standorte Regensburg und Wackersdorf (Kreis Schwandorf) kommen insgesamt auf rund 9.000 Arbeitsplätze. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und BMW-Produktionsvorstand Raymond Wittmann waren am Montag nach Regensburg gekommen, um die Bedeutung des Standorts zu würdigen.
„Unser Werk Regensburg steht seit vier Jahrzehnten für die industrielle Stärke des Standorts Deutschland. Neun Millionen Fahrzeuge belegen, was mit Mut, Pioniergeist, modernster Technologie und dem Können unserer Mitarbeiter möglich ist“, sagte Wittmann. Er betonte, dass BMW weiterhin seinen Beitrag für eine starke Industrie in Deutschland leisten wird - unter anderem in Form von kontinuierlichen Investitionen. An die Politik war wohl seine Aussage gerichtet, dass auch verlässliche und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen notwendig seien, damit der Industriestandort Deutschland nachhaltig gestärkt werde.
Werk erwartet für 2026 einen Produktionshöchstwert
„Vier Jahrzehnte Erfolg sind das Ergebnis einer außergewöhnlichen Teamleistung“, sagte der Leiter des Regensburger Werks, Armin Ebner. Die Werksmannschaft zeichne sich durch hohes Engagement, große Kompetenz und echte Leidenschaft aus. „2025 haben wir mit 356.901 Fahrzeugen einen Produktionsrekord erreicht. Für 2026 erwarten wir nach heutigem Stand erneut einen Höchstwert“, sagte Ebner. Auf diese außergewöhnliche Teamleistung sei er sehr stolz.
Der Standort ist für die nächsten wichtigen Schritte vorbereitet. Seit 2023 sind nach eigenen Angaben rund 400 Millionen Euro in Anlagen und Produktionsstrukturen für die Neue Klasse geflossen. In der zweiten Hälfte dieses Jahrzehnts wird in Regensburg laut BMW die Produktion von Modellen der neuen Fahrzeuggeneration starten.
Das erste im Werk Regensburg produzierte Fahrzeug lief im Oktober 1986 vom Band. Einen Monat später startete die Serienproduktion. Mitte September 2026 wurde am Standort das neunmillionste Fahrzeug hergestellt.
Das Werk ist laut Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) einer der größten Arbeitgeber der Region. BMW treibe am Standort neue Technologien voran und mache damit die Oberpfalz zu einem wichtigen Innovationsstandort. Erst diesen Sommer habe das Werk seine innerbetriebliche Logistik auf Wasserstoff umgestellt und damit einmal mehr bewiesen, welches Potenzial in Wasserstoff stecke. „Die massiven Investitionen von BMW in das Werk sind ein wichtiges Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Bayern", sagte Aiwanger.
Alle 57 Sekunden verlässt ein Fahrzeug das Montageband
Thomas Burger (SPD), Oberbürgermeister der Stadt Regensburg, würdigte die Bedeutung des Werks als größter Arbeitgeber der Stadt. Der Standort sei nicht nur ein zentraler Wirtschaftsmotor, sondern auch ein international strahlendes Aushängeschild für Innovation und Fortschritt. Die Landrätin des Landkreises Regensburg, Tanja Schweiger (Freie Wähler), hob hervor, dass vor 40 Jahren die Stadt und der Landkreis gemeinsam die Weichen für die Ansiedlung des Werks gestellt hatten. „Das zeigt: Wenn wir zusammenhalten und mutig vorangehen, können wir den Grundstein für etwas ganz Wunderbares legen“, sagte Schweiger.
Im Ansiedlungsvertrag mit der Stadt Regensburg verpflichtete sich BMW vor vier Jahrzehnten, täglich 400 Fahrzeuge zu produzieren und 3.500 Arbeitsplätze zu schaffen. Derzeit produziert das Werk laut BMW rund um die Uhr im Dreischichtbetrieb. Alle 57 Sekunden verlasse ein Fahrzeug das Montageband. Pro Tag seien das mehr als 1.400 Autos der Modelle X1 und X2 für Kunden in aller Welt. Sämtliche Antriebsarten werden flexibel auf einer einzigen Produktionslinie gefertigt, vom Verbrennungsmotor über Plug-in-Hybrid-Modelle bis hin zu vollelektrischen Fahrzeugen. Im vergangenen Jahr wurde das Werk zur „Fabrik des Jahres“ in der Kategorie „Hervorragende Serienfertigung“ gekürt.






















