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„Schikane“: FIFA schlägt im Machtkampf gegen UEFA zurück

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Steht weiter unter Druck - wehrt sich aber auch: Gianni Infantino. (Archivbild)

Steht weiter unter Druck - wehrt sich aber auch: Gianni Infantino. (Archivbild)

Von dpa

Der Machtkampf im internationalen Fußball spitzt sich weiter zu. Der Weltverband FIFA wirft der europäischen Fußball-Union UEFA „Schikane“, die „Verbreitung von Falschinformationen“ und versuchte Einflussnahme vor der Präsidentschaftswahl vor. Das geht aus einer von der FIFA beim Bundesbezirksgericht in Miami eingereichten Stellungnahme hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Auch andere Medien zitierten daraus.

Der Weltverband versucht damit, einen UEFA-Antrag auf Herausgabe von Beweismittel zu verhindern. Die Europäer wollen Dokumente sichern im Zusammenhang mit den am Ende gescheiterten Investorenplänen des umstrittenen FIFA-Präsidenten Gianni Infantino, Anteile an der Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen.

FIFA: UEFA-Vorgehen „mit der Absicht der Schikane“

Die UEFA hatte ein entsprechendes Gesuch an die US-Justiz gestellt. Europas Dachverband strebt ein strafrechtliches Verfahren an und will Beweise sichern lassen, die vor Schweizer Gerichten gegen Infantino vorgebracht werden können.

„Das Verhalten der UEFA beweist, dass ihr Antrag in böser Absicht und mit der Absicht der Schikane gestellt wurde“, heißt es in dem Schreiben der FIFA-Anwälte. Das UEFA-Schriftstück enthalte zahlreiche falsche und irreführende Aussagen. „Ohne jegliche Grundlage“ unterstelle die UEFA zudem, dass Infantino versucht habe, sich persönlich zu bereichern.

Auch der Zeitpunkt der juristischen Auseinandersetzung vor der FIFA-Präsidentenwahl im März 2027 sei kein Zufall, argumentiert der Weltverband. Es seien „Fehlinformationen über Herrn Infantino verbreitet“ worden. „Dieses Gericht sollte jeden Versuch, die FIFA-Präsidentschaftswahl auf dieser Grundlage zu beeinflussen, zurückweisen.“

Infantino will bei Präsidiumswahl wieder antreten

Infantino beharrt darauf, nicht gegen geltendes Recht verstoßen zu haben. Der 56-Jährige war unter anderem wegen der WM-Investorenpläne im Sommer massiv unter Druck geraten, auch sein Führungsstil ist von Teilen der Fußball-Welt scharf kritisiert worden. Er hatte darauf zuletzt reagiert und seinen Gegnern erstmals Gespräche über mögliche Reformen in der FIFA angeboten.

Infantino kündigte eine unabhängige externe Überprüfung der FIFA-Governance sowie Konsultationen über eine Stärkung der Entscheidungsprozesse an, einschließlich der Rolle des Präsidenten. Der Schweizer machte gleichzeitig klar, dass er die FIFA weiter anführen will. Von einem Verzicht auf eine Kandidatur für eine vierte Amtszeit beim Kongress im März 2027 ist nicht die Rede. Diesen fordern seine Kritiker um UEFA-Präsident Aleksandar Ceferin.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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