Handball-EM

Nach Sigurdssons Wutrede: EM-Organisatoren planen Änderungen

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Kroatiens Trainer Dagur Sigurdsson schimpft über die Bedingungen bei der Handball-EM.

Kroatiens Trainer Dagur Sigurdsson schimpft über die Bedingungen bei der Handball-EM.

Von dpa

Die Wutrede des kroatischen Nationaltrainers Dagur Sigurdsson hat die Europäische Handballföderation dazu veranlasst, die künftigen EM-Spielpläne anzupassen. Sogar die Einführung einer Viertelfinalerunde ist im Gespräch. „Um die Belastung für die Spieler zu verringern und allen Teilnehmern ein optimales Gleichgewicht zwischen Ruhe- und Reisetagen zu ermöglichen“, teilte der Verband wenige Stunden vor dem Halbfinale zwischen Deutschland und Kroatien (17.45 Uhr/ARD/Dyn) mit.

In einer beispiellosen Schimpftirade hatte Sigurdsson am Vorabend die enge Spieltaktung und Reisestrapazen seines Teams angeprangert und schwere Vorwürfe erhoben. Die EHF beschimpfte er als „Fast-Food-Firma“, der die Qualität der Spiele gleichgültig sei.

„Sie buchen Artisten für eine große Show - alles andere ist ihnen egal“, wetterte der Isländer. Sein Team musste zuletzt zwei Tage am Stück antreten und am spielfreien Donnerstag von Schweden nach Dänemark reisen.

Die EHF kündigte an, dass bei der Frauen-EM im Dezember Reise- und Ruhetage voneinander getrennt seien. Da das Turnier in fünf Ländern ausgetragen wird, sind Reisetage vorprogrammiert. Gleiches gilt für die Männer-EM zwei Jahre später in der Schweiz, Portugal und Spanien, wo es zudem keine aufeinanderfolgenden Spieltage für ein Team geben soll.

„Für die EHF EURO 2028 der Frauen in Norwegen, Dänemark und Schweden sowie für alle zukünftigen EHF EUROs ab 2030 befindet sich der Europäische Handballverband in Gesprächen mit den jeweiligen Organisatoren, um eine Viertelfinalrunde einzuführen“, teilte die EHF weiter mit.

Sollte die zusätzliche Runde eingeführt werden, soll es trotzdem bei maximal neun Spielen bleiben. Bei Weltmeisterschaften gibt es bereits Viertelfinalspiele.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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