Fußball-WM

„Mehr Griff“: Wo die DFB-Elf laut Klopp noch zulegen kann

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Jürgen Klopp ist von der DFB-Auswahl bei der WM bisher angetan.

Jürgen Klopp ist von der DFB-Auswahl bei der WM bisher angetan.

Von dpa

Startrainer Jürgen Klopp ist vom bisherigen Auftreten der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM angetan, sieht defensiv aber auch noch Steigerungspotenzial. „Wir haben gesehen: Fußball spielen können wir. Ich mag die Art und Weise, wie wir spielen. Wir haben verschiedene Abläufe“, sagte der 59-Jährige bei einem Besuch des Adidas Home of Soccer, einem Fantreff in New York. „Defensiv können wir gern noch ein bisschen mehr Griff kriegen. Dann kann es weit gehen bei diesem Turnier.“

Klopp lobte besonders den Teamgeist der DFB-Auswahl. Der ausgelassene Jubel nach dem Last-Minute-Sieg im zweiten Vorrundenspiel gegen die Elfenbeinküste (2:1) habe „alles gezeigt“, meinte der frühere Erfolgscoach des FC Liverpool und von Borussia Dortmund. „Da müssen die Jungs dranbleiben“, sagte er. Das müssten sie mit in die K.o.-Phase nehmen. Ab da wäre dann schließlich auch „ein ganz anderer Druck drauf“. Das gelte aber für alle Teams. Noch könne er nicht abschätzen, wer am Ende den Titel holt, erklärte Klopp.

Jürgen Klopp (r.) beim Plausch mit 2014er-Weltmeister Sami Khedira.

Jürgen Klopp (r.) beim Plausch mit 2014er-Weltmeister Sami Khedira.

Auch Sami Khedira, Weltmeister von 2014, hob die Widerstandsfähigkeit des DFB-Teams hervor. Er zollte sowohl der Mannschaft als auch Bundestrainer Julian Nagelsmann bei der Medienrunde am Hudson River ein „großes Lob“.

Ob Nagelsmann angesichts des bereits feststehenden Gruppensiegs beim Vorrundenabschluss gegen Ecuador am Donnerstag (22.00 Uhr/ARD und MagentaTV) in East Rutherford rotieren sollte? Das müsse der Trainer entscheiden, betonte Klopp. „Meine Meinung war immer: Niemand weiß so gut über meine Mannschaft Bescheid wie ich. In dem Fall weiß niemand so gut Bescheid über die Mannschaft wie Julian. Er wird die richtige Entscheidung treffen.“

Es gebe für „alles Argumente“. Was man nicht außer Acht lassen dürfe: „Ecuador spielt um alles“, sagte der TV-Experte und globale Fußball-Chef von Red Bull. „Die haben richtig gut gespielt. Die treffen nur die Kiste nicht bisher. Wir sollten nicht davon ausgehen, dass das ein Leben lang so bleibt. Da müssen wir schon arbeiten.“

Er selbst sei grundsätzlich ein Freund der Rotation, sagte Klopp. „Aber das ist eine andere Geschichte. Ich war nicht bei einer Weltmeisterschaft, ich habe Premier League und verschiedene Cup-Wettbewerbe gespielt.“ Ihm sei es nie darum gegangen, Spieler zu schonen, sondern Spieler mit frischen Beinen auf dem Platz zu haben, um gewinnen zu können. Die Deutschen würden gegen die Südamerikaner schon auch gewinnen wollen, meinte Klopp.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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