Europapokal
Magische Mainzer nach zwei Toren vor Halbfinal-Einzug
Der FSV Mainz 05 hat in der Conference League eine begeisternde Fußball-Gala mit zwei Traumtoren gezeigt und die Tür zum Halbfinale weit aufgerissen. Der Bundesligist besiegte im Viertelfinal-Hinspiel den französischen Club Racing Straßburg verdient mit 2:0 (2:0). Für das Rückspiel am kommenden Donnerstag in Straßburg (21.00 Uhr) befindet sich der FSV damit in einer Top-Ausgangslage.
Vor 32.000 Zuschauern in Mainz sorgte der überragende Japaner Kaishu Sano in der elften Minute mit einem wunderschönen Treffer aus der Distanz für die Führung. Abwehrspieler Stefan Posch erhöhte für die in der ersten Hälfte furios aufspielenden Hausherren nach einer Ecke sehenswert per Volley (19.). Der FSV fügte den Straßburgern, die die Ligaphase als Erster abgeschlossen hatten, damit die erste Niederlage in dieser Conference-League-Saison zu.
Das erste Europapokal-Viertelfinale in der Mainzer Vereinsgeschichte sei „ein spezielles Spiel, ein historisches Spiel für den Club“, hatte Trainer Urs Fischer vor dem Duell gesagt. Der 60-Jährige musste kurzfristig auf Stammkraft Jae-Sung Lee wegen einer Verletzung am linken großen Zeh verzichten.
Den Mainzern war das Selbstvertrauen nach vier Pflichtspielsiegen in Folge anzumerken. Sie begannen druckvoll und hatten schon in der zweiten Minute die erste Chance. Stürmer Nelson Weiper verzog im Strafraum aus guter Position knapp und traf nur das Außennetz. Der FSV blieb am Drücker, präsentierte sich fokussiert, zweikampfstark und lauffreudig.
Sano leitete seinen Treffer mit einer Balleroberung selbst ein. Nach Doppelpass mit seinem japanischen Landsmann Sota Kawasaki, der für Lee in die Startelf rückte, traf er aus rund 20 Metern über den rechten Innenpfosten traumhaft ins Tor.
Starke Mainzer ruhten sich nicht auf der Führung aus und setzten nach. Nach einer Ecke erhöhte Posch per Volley-Knaller und versetzte das Stadion ein weiteres Mal in Ekstase.
Der FSV musste sich ärgern, dass es zur Pause nur 2:0 stand. Die Rheinhessen hatten gegen verunsichert wirkende Straßburger weitere Chancen und hätten durchaus höher führen können - wenn nicht gar müssen.
Auch in den ersten Minuten nach dem Seitenwechsel war Mainz zielstrebiger. Phillip Tietz scheiterte zweimal an Keeper Mike Penders (49./53.), der Straßburgs bester Mann auf dem Platz war.
Die Franzosen hielten anschließend etwas besser dagegen und hatten ihre beste Chance in der 74. Minute, als Valentín Barco die Latte traf. Auf der anderen Seite verpasste Armindo Sieb nach einem Abpraller aus spitzem Winkel das 3:0 (78.).













