Beziehungstat?

Nach Messerangriff in Pitzling sucht die Polizei das Täter-Auto

Die Polizei sucht nach dem Fluchtfahrzeug eines Tatverdächtigen aus Pemfling: Gesucht wird ein grauer Renault Megane mit Chamer Kennzeichen. Hinweise nimmt die Kripo Regensburg entgegen.

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Ein Gewaltverbrechen erschüttert Pitzling.

Ein Gewaltverbrechen erschüttert Pitzling.

In Pitzling (Landkreis Cham) ist am Freitagnachmittag eine 40-jährige Frau bei einem Messerangriff lebensgefährlich verletzt worden. Die Kriminalpolizei Regensburg ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts.

Am Mittwoch meldete sich die Polizei mit neuen Informationen. Die 40-jährige Deutsche befindet sich nicht mehr in Lebensgefahr und wird im Laufe des Mittwochs aus dem Krankenhaus entlassen, so die Mitteilung.

Darin heißt es außerdem, die Suche nach dem 52-jährigen Tatverdächtigen dauere weiter an. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, fahndet die Kriminalpolizei Regensburg inzwischen öffentlich nach dem Fluchtfahrzeug des Mannes. Dabei handelt es sich um einen grauen Renault Megane mit Chamer Kennzeichen.

Ein Fahrzeug ähnlich dem abgebildeten wird von der Polizei gesucht. Damit soll der mutmaßliche Täter unterwegs sein. (Vergleichsbild)

Ein Fahrzeug ähnlich dem abgebildeten wird von der Polizei gesucht. Damit soll der mutmaßliche Täter unterwegs sein. (Vergleichsbild)

Der Tatverdächtige flüchtete nach der Tat mit dem Auto. Umfangreiche Fahndungsmaßnahmen seien bislang ohne Erfolg geblieben, teilte die Kriminalpolizei mit. Die Ermittler bitten deshalb um Hinweise aus der Bevölkerung. Wer den grauen Renault Megane in den vergangenen Tagen gesehen hat oder Angaben zum Aufenthaltsort des Mannes machen kann, soll sich bei der Kriminalpolizei Regensburg unter der Telefonnummer 0941/506-2888 melden. Beim Antreffen des Fahrzeugs soll umgehend der Polizeinotruf 110 verständigt werden.

Hinweise auf eine konkrete Gefährdung der Bevölkerung liegen laut Polizei weiterhin nicht vor. Eine Öffentlichkeitsfahndung nach dem mutmaßlichen Täter gibt es allerdings bis auf Weiteres nicht.

Nach bisherigen Erkenntnissen soll im Ort ein 52-jähriger deutscher Tatverdächtiger seine Lebensgefährtin am Freitag gegen 16 Uhr mit einem Küchenmesser angegriffen haben. Die Frau erlitt mehrere Stichverletzungen im Brustbereich und wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Zum Zeitpunkt der medizinischen Versorgung bestand Lebensgefahr.

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Ermittler gehen von Beziehungstat aus

Die Ermittlungen übernahm das zuständige Fachkommissariat der Kriminalpolizei Regensburg. Nach aktuellem Stand gehen die Ermittler von einer Beziehungstat aus. Hinweise auf eine Gefahr für die Bevölkerung liegen laut Polizei derzeit nicht vor.

Im Dorf selbst herrscht seit Tagen vor allem Unsicherheit. „Jeder weiß ein bisserl was, aber nichts Genaues“, sagt ein Anwohner. Weil zunächst kaum offizielle Informationen nach außen drangen, verbreiteten sich Gerüchte schnell. Viele wollten wissen, was passiert sei. Gleichzeitig sei „viel dazu gedichtet“ worden. Vor allem über mögliche Hintergründe und Beteiligte kursierten unterschiedliche Vermutungen. Verlässliche Informationen gab es zunächst kaum.

Für Aufsehen sorgten vor allem die starke Polizeipräsenz und mehrere Rettungseinsätze. Mehrfach seien Einsatzfahrzeuge im Ort unterwegs gewesen. Ein Rettungshubschrauber wurde gesehen, außerdem kreiste ein weiterer Helikopter am Freitag und Samstag über dem Ort. Beobachter vermuteten Suchmaßnahmen. Auch während der Relegation des TSV Pemfling sei der Hubschrauber mehrfach über den Ort geflogen. „Da hat man natürlich gedacht, dass jemand gesucht wird“, erzählt ein Bewohner.

Trotzdem wirkt die Stimmung in Pitzling nicht panisch. Von großer Angst sei wenig zu spüren, sagen mehrere Anwohner. Man spreche zwar immer wieder über den Fall, sei aber wachsamer geworden. Gerade weil viele Fragen weiterhin offen seien, bleibe eine gewisse Vorsicht im Dorf bestehen.

Keinen Zusammenhang sieht die Polizei nach bisherigen Erkenntnissen mit einem Autobrand im Chamer Ortsteil Ammerlingshof. Dort war am Samstagnachmittag ein Fahrzeug in Brand geraten. Für die Person im Wagen kam jede Hilfe zu spät.

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