Protest gegen FIFA

Fan-Organisationen rufen zu Sturz von Infantino auf

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Wird jetzt auch von Fan-Vereinigungen massiv angegangen: Gianni Infantino. (Archivbild)

Wird jetzt auch von Fan-Vereinigungen massiv angegangen: Gianni Infantino. (Archivbild)

Von dpa

Fan-Organisationen haben eine weltweite Petition gestartet, mit der sie den Rücktritt von Gianni Infantino und eine Reform des Fußball-Weltverbandes fordern. „Der beschämende Versuch einer einzelnen Person - des FIFA-Präsidenten selbst -, die Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen, hat einen Verrat offenbart, den der Fußball niemals vergessen wird“, heißt es in einer von Football Supporters Europe (FSE) verbreiteten Erklärung.

Drei deutsche Fan-Organisationen dabei

Dem Aufruf haben sich demnach die kontinentalen Fan-Organisationen von Europa, Afrika und Nordamerika sowie insgesamt fast 40 nationale Vereinigungen angeschlossen. Darunter sind auch „Unsere Kurve“, „F_in Frauen im Fußball“ und „Queer Football Fanclubs“ aus Deutschland. Die Fan-Organisationen vertreten nach eigenen Angaben Hunderte Millionen Menschen auf allen Kontinenten.

Der 56 Jahre alte Schweizer Infantino steht unter großem Druck. Besonders seine publik gewordenen und mittlerweile zurückgenommenen Pläne über die Einbindung von Investoren für zukünftige WM-Geschäfte haben für massive Entrüstung in der Fußball-Welt gesorgt. Vor allem die Europäische Fußball-Union UEFA ist auf Konfrontationskurs gegangen.

Der Fußball habe Infantino bei diesen Plänen zwar gestoppt, heißt es in der Erklärung der Fans. Doch das Projekt sei nur der Höhepunkt einer Reihe von Angriffen, die der FIFA-Präsident gegen den Fußball angezettelt habe.

Fans: „Kultur der persönlichen Macht“

„Von seiner heimlichen Beteiligung an der europäischen Superliga bis hin zum gescheiterten Projekt eines zweijährigen WM-Zyklus, von der erpresserischen Ticketpolitik bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 bis hin zur Kultur der Einschüchterung und der persönlichen Macht, die er im internationalen Fußball etabliert hat“, so die Vorwürfe. „Gianni Infantino hat sein Amt und den Fußball insgesamt verraten.“

Es sei an der Zeit, dass das Vertrauen in genau jene Institution wiederhergestellt werde, „die den Weltfußball eigentlich schützen und fördern soll.“ Gefordert werden unter anderem volle Transparenz bei wichtigen Entscheidungen, robuste Kontrollmechanismen, Konsultation von Verbänden, Mitgliedsverbänden, Ligen, Vereinen, Spielern und Fans.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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