Fußball-Bundesliga

Erleichterung groß beim BVB: Ruhe zurück in Dortmund

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Karim Adeyemi (l) traf in Leverkusen erneut.

Karim Adeyemi (l) traf in Leverkusen erneut.

Von dpa

Voller Inbrunst brüllte BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl seine Erleichterung über den eminent wichtigen Topspiel-Sieg heraus. „Jaaaa!“ platzte es beim Gang in den Kabinentrakt nach dem 2:1 (1:0) bei Bayer Leverkusen aus Kehl heraus. Auf dem Spielfeld feierten die Profis von Borussia Dortmund ihr Glück: Nach zwei sieglosen Spielen mit Last-Minute-Gegentoren am Stück brachte der BVB endlich wieder einen knappen Erfolg über die Zeit.

Und das gegen ein Top-Team. Gegen RB Leipzig (1:1), den VfB Stuttgart (3:3) und Bayern München (1:2) waren die Dortmunder bislang sieglos geblieben. „Ich bin froh, wenn ich solche Akten schließen kann. Ab ins Archiv damit“, sagte Mittelfeldspieler Julian Brandt dazu flapsig.

Ein Sieg auch mit Signalwirkung für Nico Schlotterbeck (r)?

Ein Sieg auch mit Signalwirkung für Nico Schlotterbeck (r)?

Die Lockerheit war auch deshalb so groß, weil das 4:0 in der Champions League gegen Villarreal und nun der Sieg im ersten von zwei Top-Duellen mit Ex-Meister Leverkusen sehr viel wieder beruhigt hat. Am Dienstag kommt es in Dortmund gleich zum Wiedersehen mit der Werkself im Pokal-Achtelfinale.

Nach der denkwürdigen Mitgliederversammlung vor einer Woche, bei der der langjährige Clubchef Hans-Joachim Watzke mit nur 59 Prozent Ja-Stimmen zum Vereinspräsidenten gewählt worden war, den Gerüchten über einen möglichen Abgang von Top-Abwehrspieler Nico Schlotterbeck und den Berichten über den Strafbefehl wegen illegalen Waffensitzes gegen Karim Adeyemi war das Unruhe-Potenzial immens beim BVB. „Da haben wir was in die richtige Richtung gestoßen heute“, sagte Kehl aber nun.

In der Liga sind die Dortmunder wieder an Leverkusen vorbeigezogen, in der Champions League winkt die Direkt-Qualifikation für das Achtelfinale und im DFB-Pokal wollen die Dortmunder am Dienstag ins Viertelfinale einziehen. „Ich glaube schon, dass die Jungs alle wissen, dass es heute hier und auch am Dienstag in eine gewisse Richtung geht“, sagte Kehl. „Wir sind in drei Wettbewerben sehr gut dabei, die Fokussierung ist absolut da.“

In der Tat gaben die BVB-Profis sportlich zuletzt die passenden Antworten auf nicht-sportliche Unruheherde. Adeyemi brillierte nach den Strafbefehl-Berichten mit drei Toren in drei Spielen und zahlte das Vertrauen seines Trainers zurück. „Karim wurde vom lieben Gott geküsst und hat eine Schnelligkeit in die Wege gelegt bekommen, die er noch viel mehr nutzen muss“, schwärmte Kovac am Samstag bei Sky, nachdem Adeyemi das vorentscheidende 2:0 geköpft hatte. „Ich habe noch nie einen Spieler so hochspringen sehen, wie ihn.“

Auch für das Thema Schlotterbeck war der Sieg am Samstag Gold wert. Der Vertrag des 25-Jährigen läuft 2027 aus, mehrere europäische Top-Clubs - unter anderem der FC Bayern - sollen interessiert sein. Schlotterbeck soll eine mögliche Verlängerung in Dortmund insbesondere von den Titelperspektiven in Dortmund abhängig machen und hatte auf das Doppelduell mit Leverkusen als Richtungsweiser hingewiesen.

„Nico weiß, was er am BVB hat. Wir würden gerne mit ihm verlängern und seine Entwicklung weiter vorantreiben“, sagte Kehl und Brandt meinte nun: „Ich mache mir bei meinem Schlotti keine Gedanken.“

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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