Fußball
EM-Finalniederlagen für zwei Niederbayern

Froggatt, Racocha/imago (2)
Sowohl Adin Licina, der im Finale allerdings nicht zum Einsatz kam, als auch Marie Gmeineder mussten sich bei den U 19-Europameisterschafts-Endspielen Spanien geschlagen geben.
Die deutsche U 19-Nationalmannschaft hat sich wacker geschlagen, aber nicht mit dem Europameister-Titel belohnen können. Die DFB-Auswahl verlor das EM-Endspiel im walisischen Wrexham gegen den klaren Favoriten Spanien mit 0:2 (0:1).
„Ich bin natürlich enttäuscht, wir haben uns das anders vorgestellt“, sagte U 19-Coach Christian Wörns, merkte aber an: „Ich bin auch mega stolz auf die Entwicklung der letzten zwei Jahre und darauf, was die Mannschaft geleistet hat.“ Die Spanier dominieren weiterhin: Mit nun zehn Titeln sind sie Rekordsieger in dieser Altersklasse - in ihren fünf EM-Spielen kamen sie diesmal auf bemerkenswerte 19:0 Tore. Deutschland gewann das Turnier wie England und Italien zweimal.
Im Endspiel präsentierte sich das DFB-Team deutlich besser als beim 0:4 gegen Spanien in der Gruppenphase. „Der Knackpunkt war der Eckball zum 0:2 kurz nach der Pause. Danach hatten wir Riesenchancen - wenn du da das 1:2 machst, fangen sie an, zu wackeln, dann hast du vielleicht noch die Chance aufs 2:2“, meinte Wörns.
Landshuter Licina auf der Bank
In der ersten Halbzeit hatte die DFB-Auswahl noch Glück, als Hugo Lopez nur die Latte traf. Sechs Minuten später brachte der Stürmer die Iberer dann per Abstauber in Führung. Kurz nach dem Seitenwechsel erhöhte Mario Rivas (48.) auf 2:0. Jykese Fields (78./87.) und Montrell Culbreath (79.) konnten drei gute Chancen nicht nutzen.
Der Landshuter Adin Licina, der vor einem knappen halben Jahr von der Zweitvertretung des FC Bayern zur zweiten Garde von Juventus Turin gewechselt ist und zuletzt erste Scorerpunkte in der dritten italienischen Liga gesammelt hat, kam wie schon im Halbfinale nicht zum Einsatz. Einzig bei der 0:4-Niederlage in der Gruppenphase gegen den späteren Turniersieger kam der aufstrebende 19-jährige Offensivspieler über die vollen 90 Minuten zum Zug. Auch beim 4:0-Erfolg über Wales erhielt der Niederbayer mit montenegrinischen Wurzeln ein paar Spielminuten.
2014 hatte eine deutsche U 19 zuletzt im Europameisterschafts-Finale gestanden. Damals gewann das Team um Joshua Kimmich den Titel.
Landauerin Gmeineder verliert 0:1
Diesmal reichte es nicht ganz - ebenso bei den DFB-Juniorinnen, die ihr Endspiel bereits am Freitag verloren hatten. Gegen: natürlich, Spanien. Die Mannschaft um die niederbayerische Mittelfeldspielerin Marie Gmeineder aus Landau an der Isar unterlag in Sarajevo (Bosnien und Herzegowina) mit 0:1. Die 18-Jährige spielt in der kommenden Saison für Werder Bremen. Vor zwei Jahren war sie zum FC Bayern gewechselt, kürzlich wurde ihr Vertrag bis Sommer 2028 verlängert.
An der U 19-Dominanz der Spanierinnen konnte die Bergstädterin allerdings auch nichts ändern. Zum fünften Mal in Folge triumphierte die Furia Roja.












