Fußball-WM

Spanien fordert Frankreich: „Haben überhaupt keine Angst“

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Schon wieder Matchwinner: Mikel Merino traf zum 2:1.

Schon wieder Matchwinner: Mikel Merino traf zum 2:1.

Von dpa

Dank Deutschland-Schreck Mikel Merino kommt es bei der Fußball-WM zum Halbfinal-Kracher zwischen Spanien und Frankreich - und der Europameister geht mit riesigem Selbstbewusstsein in das Duell.

„Ich glaube, seit Beginn der Weltmeisterschaft hat jeder auf dieses Spiel gewartet. Wir haben uns alle darauf gefreut, weil hier wohl die beiden besten Mannschaften des Turniers aufeinandertreffen“, sagte Superstar Lamine Yamal nach Spaniens 2:1 (1:1) gegen Belgien im Viertelfinale. „Aber wir haben überhaupt keine Angst. Ich glaube, wenn irgendeine Mannschaft mit Selbstvertrauen gegen Frankreich antreten kann, dann wir.“

Schon bei der EM 2024 in Deutschland hatte es im Halbfinale diese Paarung gegeben, Spanien gewann 2:1. Auch dank Yamal, der mit seinem einzigen EM-Tor in München vor zwei Jahren die Wende einleitete. Beim XXL-Turnier in den USA, Mexiko und Kanada steht der Youngster trotz immer besser werdender Leistungen vor dem Halbfinale bei einem Tor, die Nachwirkungen seiner Verletzungspause sind inzwischen aber nicht mehr zu sehen.

Fabián Ruiz traf zum 1:0 für Spanien.
Fabián Ruiz traf zum 1:0 für Spanien.
Fabián Ruiz traf zum 1:0 für Spanien.
Belgien bejubelte das erste Gegentor für Spanien bei dieser WM.
Belgien bejubelte das erste Gegentor für Spanien bei dieser WM.
Belgien bejubelte das erste Gegentor für Spanien bei dieser WM.
Lamine Yamal und Nico Williams könnten gegen Frankreich wieder die Flügelzange bilden.
Lamine Yamal und Nico Williams könnten gegen Frankreich wieder die Flügelzange bilden.
Lamine Yamal und Nico Williams könnten gegen Frankreich wieder die Flügelzange bilden.
Williams hätte das 2:1 fast selbst erzielt.
Williams hätte das 2:1 fast selbst erzielt.
Williams hätte das 2:1 fast selbst erzielt.

„So lange wir die Weltmeisterschaft gewinnen, ist mir egal, ob ich treffe oder nicht. Wenn wir gewinnen, ist alles gut“, sagte er, meinte mit Blick auf ein erneut mitentscheidendes Tor gegen die Franzosen aber auch: „Ich kann es kaum erwarten, dass dieser Tag endlich kommt.“ Am Tag vor dem Halbfinale in Dallas am 14. Juli (21.00 Uhr/Magenta TV) wird Yamal 19 Jahre alt, am liebsten würde er sich und seinen drei Jahre alten Bruder Keyne, der längst selbst zum Internet-Star geworden ist, tags darauf mit dem Final-Einzug beschenken.

Zur Not gibt es ja auch noch den „Heiligen Merino“, wie die Zeitung „Mundo Deportivo“ den früheren Dortmunder nannte. Zwei Minuten nach seiner Einwechslung erzielte der Profi des FC Arsenal in der 88. Minute das Siegtor gegen Belgien. Wieder war er der Mann für den späten goldenen Treffer.

Wie schon im Achtelfinale beim 1:0 gegen Portugal. Und wie vor zwei Jahren im EM-Viertelfinale gegen Deutschland. „Es ist verrückt, der Mannschaft wieder helfen zu können“, sagte Merino. „An manche Zufälle glaube ich schon, aber ich glaube nicht, dass das hier Zufall ist. Wenn mir diese drei Tore in so wichtigen Momenten gelungen sind, dann deshalb, weil ich mich genau auf solche Situationen vorbereite.“

Die Hilfe konnte Spanien gegen Belgien gut gebrauchen. Ballbesitz und Chancenübergewicht waren zwar klar aufseiten von La Roja. Aber Belgien ärgerte seinen Gegner immer wieder, kam durch Charles De Ketelaere zum 1:1 (41.) und traf damit als erstes Team gegen Torwart Unai Simon. Dessen Rekord-Serie ohne Gegentor endete nach 649 Minuten, für den Weltmeister von 2010 aber geht es dank Fabián Ruiz (30.) und Merino erstmals seit dem Titelgewinn wieder in einem WM-Halbfinale weiter.

2018 und 2022 standen die Franzosen im WM-Finale, Spanien dagegen kam seit dem Titel vor 16 Jahren nicht mehr über das Achtelfinale hinaus. Nun aber haben die Iberer seit 37 Pflichtspielen, wenn dann erst im Elfmeterschießen verloren, und wollen gegen die Offensiv-Gewalt aus Frankreich - Kylian Mbappé und der Rest von Les Bleus kommen auf 16 Tore in bislang sechs WM-Spielen - ihr eigenes Ding durchziehen. Dass der zuletzt verletzte Nico Williams eingewechselt wurde und beinahe selbst anstelle von Merino das 2:1 erzielt hätte, dürfte ein weiterer Schub sein für das Team.

„Wir wissen alle, dass Frankreich vorne wie hinten über enorme Qualität verfügt. Es ist eine sehr starke Mannschaft. Aber wir werden unser Spiel spielen und versuchen, den Ball zu haben“, sagte Yamal. „Wir haben sie schon mal rausgeworfen.“

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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