Oberliga Süd

Heilbronner Falken fordern den Spitzenreiter DSC

Die Mannschaft von Trainer Casey Fratkin will am Dienstag mit einem Heim-Dreier die passende Antwort auf die Niederlage in Memmingen geben, aber der Gast hat sich viel vorgenommen.

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Im ersten Heimspiel gegen Heilbronn gab es so einigen „Gesprächsbedarf“, am Ende setzte sich der DSC mit 6:3 durch.

Im ersten Heimspiel gegen Heilbronn gab es so einigen „Gesprächsbedarf“, am Ende setzte sich der DSC mit 6:3 durch.

Nach dem intensiven Topspiel gegen die Memmingen Indians wartet bereits die nächste hochkarätige Aufgabe auf den Deggendorfer SC: Am Dienstag, 20. Januar, empfängt der Tabellenführer der Oberliga Süd um 20 Uhr die Heilbronner Falken in der heimischen Hitzkopf-Arena.

Die Gäste reisen mit viel Qualität, aber auch mit zuletzt gemischten Gefühlen nach Niederbayern. Die Falken konnten zuvor vier Spiele in Folge für sich entscheiden, mussten am Sonntag jedoch einen Dämpfer hinnehmen. Nach der 1:3-Heimniederlage gegen den EC Peiting rutschte das Team von Trainer Niko Eronen vom dritten auf den vierten Tabellenrang ab. Besonders bitter aus Heilbronner Sicht: Erstmals im Jahr 2026 ging man zwar in Führung, konnte das Spiel am Ende jedoch nicht gewinnen.

Entsprechend kritisch zeigte sich Eronen nach dem letzten Heimspiel: „Mit unserer Leistung gegen Peiting bin ich nicht zufrieden. Im ersten und zweiten Drittel haben wir nicht unser A-Game, aber zumindest ‚okay‘ gespielt. Zum Schluss haben wir jedoch die Basics nicht mehr beherrscht, was uns das Spiel gekostet hat. Fehler auf dem Eis passieren, doch mir hat vor allem unsere Körpersprache nicht gefallen und der absolute Wille, das Spiel zu gewinnen, gefehlt. Das ist sehr enttäuschend.“

In Unterzahl hui, in Überzahl pfui

Ein Blick auf die Special Teams der Falken zeigt Licht und Schatten. Während das Unterzahlspiel zuletzt äußerst stabil war - in fünf Partien und 16 Unterzahlsituationen kassierte Heilbronn keinen einzigen Gegentreffer - hakt es im Powerplay. Nur zwei Tore aus 15 Überzahlsituationen in den vergangenen fünf Spielen stehen zu Buche.

Personell muss Eronen weiterhin auf Stürmer Nolan Ritchie verzichten, der voraussichtlich erst Anfang Februar zurückkehren wird. Sein Ausfall macht sich auch bei seinem kongenialen Sturmpartner bemerkbar, denn Calder Anderson kam im Januar bislang „nur“ auf fünf Torbeteiligungen in sieben Spielen. In der Defensive fehlt seit Mitte Dezember Verteidiger Lars Schiller, dessen Rückkehr allerdings noch für diesen Monat geplant ist. Zudem sind die Einsätze von Malte Krenzlin und Thore Weyrauch gegen den DSC fraglich.

Mit Blick auf das Duell in Deggendorf stellte der finnische Übungsleiter jedoch klar: „Gleich nach der Niederlage gegen Peiting sind in unserer Kabine deutliche Worte gefallen und wir haben unsere Gedanken ausgetauscht. Unser Fokus liegt jetzt voll auf dem Dienstagsspiel, für uns gibt es keine bessere Möglichkeit wieder zu zeigen, was wir können, als gegen den Tabellenführer.“

Nun gilt es Memmingen auf Distanz zu halten

Im Team von Trainer Casey Fratkin feierte am Sonntag Marcel Pfänder nach sechswöchiger Verletzungspause sein Comeback. Für einen Sieg am Hühnerberg reichte es dennoch nicht: Trotz erneut großer Moral und dem Aufholen eines Zwei-Tore-Rückstands musste sich der DSC Memmingen im Shootout geschlagen geben. Durch diesen Punktverlust schmolz der Vorsprung auf den direkten Verfolger aus dem Allgäu auf zwei Zähler - Grund genug für die Rot-Blauen, gegen Heilbronn unbedingt nachzulegen und Memmingen auf Distanz zu halten. Auch die bisherigen direkten Duelle sprechen für ein torreiches Spiel. Zwei der drei Vergleiche gingen an den DSC, darunter ein 5:4-Auswärtssieg sowie ein 6:3-Heimerfolg. Einmal mussten sich die Niederbayern im Eisstadion am Europaplatz mit 3:6 geschlagen geben. Auffällig in allen drei Spielen: In jeder dieser Partien fielen teamübergreifend neun Treffer - Spiele zwischen Deggendorf und Heilbronn garantieren beiden Fanlagern also beste Unterhaltung.

SpradeTV überträgt die Partie wie gewohnt live.

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