Wichtige Verkehrsachse
Sanierung: Regensburger Odessa-Ring teils nur einspurig befahrbar

Stadt Regensburg, Effenhauser
Der Odessa-Ring wird bis Herbst 2027 in zwei Schritten umfangreich saniert. Dadurch kommt es zu Verkehrsbeeinträchtigungen.

Immer wieder sind Regensburgs Brücken Anlass für politische Debatten. Erst recht, da ein Sanierungsstau besteht und nicht mehr alle Bauwerke einen optimalen Zustand aufweisen. Das gilt auch für den 1981 erbauten Odessa-Ring im Stadtosten. Dort beginnen am kommenden Montag schon länger geplante Sanierungsmaßnahmen. Und die wirken sich bis Jahresende zwangsläufig auf den Verkehr aus.
Wie die städtische Pressestelle mitteilt, weisen die zehn Brücken, aus denen der Odessa-Ring insgesamt besteht, an ihren Übergangskonstruktionen erhebliche Korrosionsschäden auf. Die bis zu 45 Jahre alten Bauten müssen daher dringend erneuert werden, um die Verkehrssicherheit dauerhaft zu gewährleisten.
Um den Verkehr grundsätzlich aufrecht erhalten zu können, werden die Arbeiten in zwei Bauabschnitte aufgeteilt. Damit die Gesamtbauzeit möglichst reduziert werden kann, soll innerhalb der Bauabschnitte an mehreren Stellen gleichzeitig gearbeitet werden.
Vollsperrung wohl an zwei August-Wochenenden
Die Sanierung des Odessa-Rings war ursprünglich bereits für 2020 vorgesehen. Aufgrund des Ausbaus der A3 wurde der Odessa-Ring zurückgestellt, um den Verkehr im Stadtgebiet nicht noch weiter einzuschränken.
Im ersten Bauabschnitt, der am kommenden Montag, 8. Juni, beginnt und bis Ende Dezember dauert, wird der Odessa-Ring im Abschnitt zwischen der Landshuter Straße und der Brücke über die Straubinger Straße instandgesetzt. In diesem Bereich steht solange in jeder Richtung nur eine Fahrspur zur Verfügung, die von Autos und Lastwagen mit Normalbreite genutzt werden kann.
Genehmigungspflichtige Schwertransporte mit Überbreite müssen umgeleitet werden. Die anliegenden Unternehmen seien entsprechend informiert worden, erklärt die Stadt. Radfahrende sowie Fußgängerinnen und Fußgänger können den Odessa-Ring weiterhin nutzen und werden im Baubereich abgesichert geführt.
Die nach aktuellem Stand für August geplanten Arbeiten an der Überführung über die Max-Planck-Straße machen laut Stadt eine zeitweise Vollsperrung erforderlich. Die Fahrbahnbreite in diesem Bereich sei im Gegensatz zu den anderen Brücken zu gering, um den Verkehr am Baustellenbereich vorbeizuführen. Die Vollsperrungen werden voraussichtlich an zwei Wochenenden ab Ende August stattfinden. Über die genauen Termine und die Umleitungsstrecken wird die Stadt rechtzeitig informieren.
Zweiter Bauabschnitt wohl ab Januar 2027
Mit dem zweiten Bauabschnitt von voraussichtlich Januar bis Herbst 2027 werden anschließend die restlichen Brücken vom Anschluss an die Straubinger Straße bis einschließlich der Vorlandbrücke Nord (Parkplatz Odessa-Ring) saniert. Während der Bauzeit sollen auch hier die zwei Fahrstreifen auf einen Fahrstreifen je Richtung reduziert werden.
Im Zuge der Gesamtsanierung wird nach den Brückenbauarbeiten auf dem Odessa-Ring 2027 außerdem die Asphaltdecke auf einer Länge von rund 1,5 Kilometern erneuert. Im Rahmen dieser Arbeiten werden an vereinzelten Wochenenden ebenfalls kurzzeitige Vollsperrungen notwendig sein, über die rechtzeitig informiert wird.
Die Bauwerke über den Kreisverkehr westlich der Armin-Wolf-Baseball-Arena sind von der Maßnahme nicht betroffen, da diese erst 2014 mit dem Neubau der Pilsen-Allee gebaut wurden.
Hintergrund
Im Zuge des Odessa-Rings, der in Teilbereichen bereits 1981 für den Verkehr freigegeben wurde, befinden sich zwischen der Landshuter Straße bis nördlich der Donau insgesamt zehn Brückenbauwerke. Bei den Brücken mit längerer Stützweite sind sogenannte Übergangskonstruktionen aus Stahl eingebaut, die als Fugen die Dehnwege der Brückenüberbauten aufgrund von Temperaturschwankungen ausgleichen.
Bei den kleineren Brücken sind jeweils an den Bauwerksenden Stahlanschlagwinkel verbaut, die als Abschluss der Schutzabdichtungen der Überbauten benötigt werden. Diese Bauteile gelten als Verschleißteile und sind nach mehreren Jahrzehnten insbesondere durch fortschreitende Korrosion nur noch bedingt funktionsfähig. Da durch die beschädigten Übergangskonstruktionen die Längenausdehnung der Überbauten gehindert werden kann, sind Folgeschäden an den Bauwerken nicht auszuschließen. Daher ist die Erneuerung dieser Bauteile der Stadt Regensburg zufolge unumgänglich.








