Jubiläum: 750 Jahre
Neue Licht-Installation in Regensburg erleuchtet Dom von Innen

Ruper
Das Künstlerduo „Silentmod“ verwandelt den Regensburger Dom vom 1. bis 4. Oktober in einen multisensualen Erlebnisraum.

Das Jahr 2026 markiert das 750-jährige Jubiläum des Doms St. Peter zu Regensburg. Das gotische Meisterwerk ist die bedeutendste Kirche der Stadt Regensburg und die Kathedrale des Bistums. Vom 1. bis 4. Oktober können die Menschen seine Würde und Erhabenheit in einem anderen Licht erleben. Täglich von 19 bis 23 Uhr lädt das Domkapitel zusammen mit dem ausführenden Künstlerduo „Silentmod“ zur multisensualen Installation „Licht im Dom“ ein. Im Zentrum der Installation wird dabei ein 84 Meter langer Lichttunnel stehen, in den die Besucher vom geöffneten Hauptportal aus eintreten können - begleitet von Klängen und Duft sowie einem Wechsel von Farben und weiteren optischen Akzenten.
Dem Domkapitel ist es im Feierjahr bereits gelungen, die Bedeutung des Gotteshauses mit Aktionen aus verschiedenen Perspektiven zu zeigen. Dazu gehörten unter anderem „Der blühende Dom“, „Der klingende Dom“, Orgelkonzerte, Ausstellungen, Publikationen und ein Gebetsabend unter dem Titel „Nightfever“. Auch die Wiederöffnung des imposanten Westportals trug dazu bei, den Dom für die Menschen neu erlebbar zu machen. „Er ist das Herz unseres Bistums, ein Geschenk, ein Vermächtnis, ein Ort der Geborgenheit“, schrieb Bischof Rudolf Voderholzer in seiner persönlichen Einladung zur feierlichen Pontifikalmesse zum Jubiläum.
„Würde und Erhabenheit des Ortes erspüren“
„Gegen Ende des Jubiläumsjahres“, so Dompropst Franz Frühmorgen, „wollen wir die Tore des Doms noch einmal ganz weit auftun, um Menschen nah und fern einzuladen, einzutreten in den Raum der Kirche und die Würde und Erhabenheit dieses besonderen Ortes der Gottesbegegnung im Herzen unserer Stadt zu erspüren.“
Dazu wird das Hauptportal an der Westseite des Doms an den vier Veranstaltungsabenden geöffnet sein. Sphärische Klänge und ein besonderer Duft werden die Besucher empfangen und einladen, still zu werden und in einen 84 Meter langen Lichttunnel zu treten, der sie, ausgehend vom Silberaltar des Doms, hineinführen möchte ins Zentrum der Kirche. Neben wechselnden Lichtinszenierungen wird in der Sailerkapelle an der Südostecke des Doms die Möglichkeit zum stillen Verweilen und Anzünden von Kerzen in persönlichen Anliegen bestehen.
Um das Erlebnis möglichst vielen Menschen zu ermöglichen, wird es eine klare Besucherführung und -begleitung geben. Beginnend an der Aufstellfläche an der Südseite des Doms gegenüber dem König-Ludwig-Denkmal wird der Besucherstrom durch das Westportal in den Dom geleitet, wo sich die einzelnen frei bewegen beziehungsweise in den Bänken Platz nehmen können, um die Lichtszenen auf sich wirken zu lassen. Der Ausgang wird an der Nordostseite unter der großen Domorgel sein, wo sich auch der barrierefreie Zugang zum Dom befindet. Domspatzen und weitere Helfer werden bei Bedarf unterstützend Rede und Antwort stehen. Der Begriff Silentmod setzt sich zusammen aus „Silent“/Stille und „Mod“. Dieser Begriff kommt ursprünglich aus der Computerwelt und bezeichnet eine Modifikation eines Programms. Man könnte ihn aber auch verstehen als neuen „Modus“/Zustand, dann wäre damit ein Zustand der Stille, der Verlangsamung, des In-sich-Gehens umschrieben. In der Technik meint „Silent mode“, einen Motor in den Flüsterbetrieb zu versetzen, mit der Reduktion der Laufgeräusche gleichzeitig auch die Laufgeschwindigkeit zu verringern. Mod rückwärts gelesen ergibt zudem den Begriff „Dom“.
Silentmod im Regensburger Dom will einen Ruhemodus schaffen, Konzentration auf das Wesentliche ermöglichen. Entwickelt und umgesetzt wird das Projekt von Rupert König und Markus Kortewille von der Künstlergruppe Silentmod aus Münster, die bereits in Köln, Essen, Berlin und Münster viel beachtete Lichtinstallationen in namhaften Sakralräumen gestaltet haben. Dabei geht es ihnen darum, dem Dom nichts Neues hinzuzufügen, sondern zu betonen und hervorzuheben, was in der Kathedrale schon da ist, die Mystik des Raumes durch Licht, Klang und Duft „multisensual“ erfahrbar zu machen.
Für vier Nächte zeigt sich der Regensburger Dom in ungewohntem Licht und lässt dabei seine zeitlose Botschaft aufstrahlen: das Christusmysterium am Kreuz.
Info
Die Installation „Licht im Dom“ ist vom 1. bis 4. Oktober täglich von 19 bis 23 Uhr im Regensburger Dom zu sehen. Die Besucher erwartet ein 84 Meter langer Lichttunnel mit Klang und Duft. Der Eintritt ist frei.











