Begegnungen

750 Jahre Regensburger Dom: Nach Pontifikalamt gab es Musik und Speisen

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Im Anschluss an den Gottesdienst waren die Gläubigen auf dem Domplatz zu Speisen und Getränken eingeladen. Mittendrin stießen Bischof Voderholzer und Dompropst Franz Frühmorgen miteinander an.

Im Anschluss an den Gottesdienst waren die Gläubigen auf dem Domplatz zu Speisen und Getränken eingeladen. Mittendrin stießen Bischof Voderholzer und Dompropst Franz Frühmorgen miteinander an.

Wahl-O-Mat
Von Redaktion Regensburg

Zum Jubiläumsjahr „750 Jahre gotischer Dom in Regensburg“ feierte Bischof Rudolf Voderholzer am Sonntag in der Kathedrale St. Peter ein festliches Pontifikalamt. Im Anschluss folgte auf Einladung des Domkapitels eine Begegnung auf dem Domplatz mit Musik, kostenlosen Speisen und Getränken.

Die musikalische Gestaltung des Pontifikalamts lag unter Leitung von Domkapellmeister Christian Heiß bei den Domspatzen, Domorganist Franz Josef Stoiber und einem Blechbläserensemble der Dommusik. Eigens für die Jubiläumsmesse komponiert, brachte Domkapellmeister die von ihm komponierte „Missa Cathredralis“ für Chor, Bläser und Pauken zu Gehör.

In seiner Predigt bezog sich Bischof Voderholzer auf einen Satz aus dem zuvor vorgetragenen Tagesevangeliums nach Matthäus: „Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich will euch erquicken.“ Ein Satz, so der Bischof, über den der dänische Philosoph Sören Kierkegaard quasi ein ganzes Buch geschrieben hat, und den Dietrich Bonhoeffer geliebt und immer wieder ausgelegt hat.

In der üppig geschmücken Kathedrale zelebrierte Bischof Rudolf Voderholter das Pontifikalamt.

In der üppig geschmücken Kathedrale zelebrierte Bischof Rudolf Voderholter das Pontifikalamt.

„Seit Jesus dieses Wort gesagt hat, soll es keinen Menschen auf der Erde geben, der so verlassen wäre, dass er von sich sagen könnte: nach mir hat niemand gefragt, mich hat niemand gewollt, mir hat niemand je seine Hilfe angeboten“, so zitierte Bischof Voderholzer die Dietrich-Bonhoeffer-Werke.

„Die Erhabenheit des Raumes schenkt Weite“

Mit Blick auf das Domjubiläum erklärte der Diözesanbischof, dass der tiefste Daseinszweck des Domes sei, diese Einladung Jesu hinauszurufen in die Stadt und in das Land - und ein Raum zu sein, für die Begegnung der Mühseligen und Beladenen mit ihm. „Die Erhabenheit des Raumes, der die Blicke und mehr noch die Seele nach oben zieht, schenkt Weite und macht selber innerlich groß“, sagte Voderholzer. Im Dom, wie in jeder katholischen Kirche, sei man darüber hinaus nie allein. Im Tabernakel in der Sailerkapelle, bezeichnet durch das Ewige Licht, warte in der Gestalt des Brotes der auf den Eintretenden, der da ruft „Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt.“ Am innigsten und tiefsten sei die Begegnung dann, wenn sich die Kirche um den Altar, das Symbol für Christus versammelt, um sein Wort zu hören und ihn im Brot des Lebens zu empfangen. „Aus all diesen Gründen und in allen diesen Dimensionen ist der Dom ein Trost-Ort, ein Hoffnungsort, ein Erquickungsort“, so Bischof Voderholzer in seiner Predigt. Mit dem Regensburger Oberhirten feierten Weihbischof Josef Graf, das Domkapitel, die Dekane des Bistums und Neupriester Klaus Schülein. Ebenfalls waren Abt Thomas Freihart vom Kloster Weltenburg, Abt Eduard Fischnaller aus dem Kloster Neustift bei Brixen, Pater Widmann von den Salesianern Don Bosco, Äbtissin Christiane aus Seligenthal, Generaloberin Sr. Jakobe und Generalvikarin Sr. Melanie mit ihren Mitschwestern aus Mallersdorf sowie weitere Ordensangehörige angereist. Als Diakone wirkten Peter Nickl und Michael Kraus. Zahlreiche Gläubige waren in die Bischofskirche gekommen, um das besondere Jubiläum mitzufeiern, darunter viele Vertreter aus Politik und Gesellschaft.

Zum Ende dankte Bischof Voderholzer allen, die an den Vorbereitungen und der Durchführung der Feierlichkeiten, der Ausstellung, den Publikationen, dem Blumenschmuck in der Kathedrale und vieles mehr beteiligt waren. Bevor er den Pontifikalsegen spendete, segnete der diesjährige Neupriester, Klaus Schülein, die Gläubigen.

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